Kelheim feiert Bach: Konzerte zum 275. Todestag eines mystischen Musikers

Kelheim feiert Johann Sebastian Bach: Konzert-Reihe zum 275. Todestag eines Musikers, der bis heute fasziniert. Auch die Sopranistin Marie-Sophie Pollak hat einen Auftritt.
Mit vier Konzerten würdigt die Musikvereinigung Kelheim in diesem Jahr Johann Sebastian Bach und sein Werk. Zum 275. Todestag gibt das Programm auch der Vielseitigkeit des großen Barockvertreters Ausdruck. So wartet die Auftaktveranstaltung am 30. März im Kursaal Bad Abbach mit der Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“, der zweiten Orchestersuite in h-moll, dem Doppelkonzert in c-moll für Violine und Oboe sowie den Brandenburgischen Konzerten Nummer 5 und 2 auf – aufgeführt vom Münchner Gasteig-Orchester und Solisten.
Klazz Brothers interpretieren den Meister neu
Concerti von Bach senior sowie von Carl Philipp Emanuel Bach ebenso wie die Bach-Kantate „Ich habe genug“ bringt das Concerto München am 1. Juni in der Stadtpfarrkirche St. Pius in Kelheim zu Gehör. Hinzu kommt das traditionelle Weihnachtskonzert, das Solistinnen und Solisten der Münchner Philharmoniker am 7. Dezember in den Räumen der Kelheimer Kreissparkasse bestreiten werden und das ebenfalls auf Bach Vater und Sohn konzentriert ist. Dass Johann Sebastian Bach immer wieder und auch immer neu gehört und interpretiert werden kann, dafür steht am 26. September im Deutschen Hof in Kelheim der Auftritt der Klazz Brothers, die – der Name des Klavier-Bass-Schlagzeug-Trios ist beredt – klassische Musik und Jazz zusammenbringen.
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Die „Faszination Bach“, so Dr. Christoph Lickleder, sei letztlich nicht in Gänze erklärbar: „Ihm und seiner Wirkung wird immer auch etwas Mystisches, Geheimnisvolles anhaften“, so der künstlerische Berater und Manager der Musikvereinigung Kelheim. Gerade die Tatsache, „dass man auch in heutiger Zeit auf das Werk des Komponisten zugreift und es improvisatorisch verändert“, verweise umso mehr auf dessen Schöpfer zurück, ist Lickleder überzeugt.
Emotionale Wucht, die bewegt
Dies umso mehr bei renommierten Ensembles und Interpreten wie jenen, die für das Bachjahr der Musikvereinigung gewonnen werden konnten. Neben den musikalischen „Alleinstellungsmerkmalen“ ist es die emotionale Wucht eines Bach, die immer neu bewegt – und das im Falle des kirchenmusikalischen Opus fernab des theologischen Gehalts, der zwar stets mitveranschlagt werden muss, jedoch keine notwendige Voraussetzung ist, um Zugang zur Musik zu finden: „Man muss dieser Musik nur entgegenkommen, dann kommt sie umgekehrt ebenfalls auf den Menschen zu“, beschreibt der Bachkenner und bekennende Bach-Liebhaber Lickleder.
Details zum Bachjahr der Musikvereinigung Kelheim: www.musikvereinigung-kelheim. de, Tickets bei www.ockticket.de