15-jähriger BKH-Attentäter von Regensburg zu mehrjähriger Jugendstrafe verurteilt

Von Passauer Neue Presse · 13. Februar 2025 um 15:26

Nach der Amoktat am Bezirksklinikum in Regensburg, bei der ein Kind getötet wurde, ist am Landgericht Weiden das Urteil gefallen. Gegen den 15-jährigen Angeklagten wurde eine Jugendstrafe von acht Jahren und sechs Monaten verhängt. Zudem ordneten die Richter die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der zum Tatzeitpunkt im Oktober 2023 14-jährige Angeklagte in einer sogenannten beschützenden Abteilung des Bezirksklinikums in Regensburg den Plan gefasst hat, seine Tötungsfantasien mit einer Messerattacke in die Tat umzusetzen. Bei seinem Amoklauf hatte er zunächst einen Lehrer angegriffen und diesen schwer verletzt. In der benachbarten Tagesklinik stach der Täter dann auf ein siebenjähriges Kind ein und tötete es. Ein Pfleger, der mutig einschritt, wurde dabei ebenfalls verletzt.

Eine ausführlichen Bericht zur Urteilsverkündung lesen Sie hier

Verurteilt wurde der heute 15-Jährige wegen Mordes, Mordversuchs und fahrlässiger sowie gefährlicher Körperverletzung. Die Unterbringung in der Psychiatrie, die das Gericht anordnete, wird aber vorrangig vollstreckt. Die Jugendstrafe wird angerechnet – und üblicherweise nach zwei Dritteln für erledigt erklärt. Was allerdings nicht bedeutet, dass der Täter dann freikommt – eine Unterbringung in der Psychiatrie ist zeitlich nämlich unbegrenzt.