Idee für das Pettenkoferhaus in Berching: Ein Bürgerhaus klingt vielversprechend

Ein Treffpunkt für alle Bürger, mitten in Berching (Landkreis Neumarkt): Das klingt auf den ersten Blick verlockend. Musiker könnten im Pettenkoferhaus proben und Vereine sowie zig weitere Gruppen trainieren und Sitzungen halten. Doch bei aller Euphorie um die Idee sollte man den Ball flach halten, findet MZ-Redakteur Bernhard Neumayer.
Nach wie vor sind elementare Fragen ungeklärt: Was kostet das Haus? Und wie teuer wäre eine Sanierung? Die Kosten sind in Berching gerade ein wesentlicher Faktor. Die neue Schule und der Bau einer Kita werden Millionenbeträge verschlingen.
Jetzt aber jahrelang diese beiden Großprojekte als Argument vorzuschieben, um andere Projekte fallen zu lassen, ist auch der falsche Weg. Stattdessen sollte man sich bemühen, einen gemeinsamen Weg zu finden, wie man Projekte finanzieren und wo man Einnahmen generieren kann.
Berchings Kulturfabrik abreißen und in Bürgerhaus investieren
Ein Ansatzpunkt wäre, die alte Kulturfabrik abzureißen und in dem Wohngebiet Wohnraum zu schaffen. Wenn dort ein Investor baut, könnte man Geld in ein Bürgerhaus stecken. Dann würden den politischen Lobeshymnen auf das Ehrenamt endlich Taten folgen. Von anerkennenden Worten allein können sich Vereine weder etwas kaufen, noch haben sie deshalb ein Dach über dem Kopf.
Im Pettenkoferhaus dagegen könnten nicht nur die Gruppen aus der alten Kulturfabrik eine neue Bleibe finden. Ein Haus der Vereine könnten alle Bürgern für kleinere Veranstaltungen nutzen – im Gegensatz zum Prestigeobjekt Kulturhalle. Das architektonische Schmuckstück ist für diese Art von Treffen ungeeignet.
