Karls Leberkas eröffnet in Regensburg – In Landshut ist der Laden schon Kult in der Nacht

Von Philip Hell · 12. Februar 2025 um 16:44

Die Leberkassemmel gehört zu Bayern wie Bier, Lederhose und das Selbstbewusstsein von CSU-Ministerpräsidenten. Am Bismarckplatz in Regensburg gibt es nun einen Laden, der sich ausschließlich auf den Lieblingsimbiss im Freistaat spezialisiert hat. In Landshut ist das Konzept bereits Kult.

Tobias Götz ist Inhaber von Karls Leberkas. Vor fünf Jahren wollte er schon einmal nach Regensburg expandieren – dann kam die Pandemie. Ein Jahr zahlte er Miete, ohne dass eine Leberkassemmel über den Tresen wanderte. „Uns war aber klar: Wir werfen den Plan nicht weg. Er kommt nur in die Schublade.“ Nun ging die Schublade wieder auf. „Regensburg hat eine gute Größe. Die Altstadt ist kompakt. Das finde ich schön.“ Die Domstadt mit ihrer hohen Kneipendichte und vielen Studenten sei wie gemacht für seinen Laden.

Karls Leberkas am Regensburger Bismarckplatz: Neuer Laden eröffnet am Freitag

Eröffnung feiert Karls Leberkas am Freitag. Im Moment laufen die letzten Vorbereitungen am Bismarckplatz 9. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir den Laden bekommen.“ Eigentlich hätten sie nur zum Spaß nachgefragt, um ein Gespür für die Mietpreise zu bekommen. „Wir haben uns sofort darin verliebt.“ Von Mittwoch bis Samstag sollen Leberkassemmeln an das Feiervolk verkauft werden. Der Laden öffnet von 20 Uhr bis in die Morgenstunden. Die genauen Öffnungszeiten werden sich ergeben, sagt Götz. Geplant ist auch, während des Wochenmarkts am Bismarckplatz aufzusperren. „Aber das dauert noch ein bisschen.“

Im Laden wird es zahlreiche Varianten des Imbisses geben. Das reicht vom Klassiker über eine Weißwurst-Version bis hin zu einer Abwandlung der Nürnberger Bratwurst in Leberkassemmel-Form. Garniert wird das Ganze mit allen möglichen Extras. Auch Vegetarier und Veganer kommen auf ihre Kosten. „Wir haben viele vegetarische Stammkunden − also für einen Leberkasladen.“ Für Vegetarier gibt es eine Kaspressknödel-„Leberkassemmel“, für Veganer gibt es eine Kartoffelrösti-Variante.

Karls Leberkas: In Landshut ist der Laden schon Kult – jetzt kommt Regensburg

Das Mutterhaus von Karls Leberkas eröffnete 2019. „Wir haben den Laden damals eigentlich zum Spaß aufgemacht“, sagt Götz. Die Fläche lag unmittelbar in der Nähe des Restaurants seiner Frau. „Wir hatten einfach Bock drauf.“ Das Konzept kam schnell gut an – und erregte auch über die Stadtgrenzen von Landshut Aufmerksamkeit. „Das bekommt man selbst gar nicht mit“, sagt Götz. Der Laden ist nach seinem Großvater benannt, der in Landshut eine Metzgerei führte. Dessen Bruder hatte eine Bäckerei. Der Weg zur Leberkassemmel war vorprogrammiert. Götz ist Gastronom durch und durch. Er arbeitete in der Hamburger Sternegastronomie, führte ein Hotel im Schwarzwald – und kehrte nach Landshut zurück.

Die beste Leberkassemmel seines Lebens? Die hat Götz erst kürzlich gegessen. Nach einem langen Arbeitstag habe ihn der Hunger gepackt. Er stellte sich mitten in der Nacht eine Spezialsemmel zusammen. „Es war, als wäre es meine erste Leberkassemmel gewesen.“