Dauerparker geraten in Siegenburg ins Visier

Von Wolfgang Abeltshauser · 11. Februar 2025 um 15:00

Der Marienplatz ist derzeit im Fokus der Gemeindepolitik in Siegenburg. Während eine wichtige Entscheidung ansteht, ist eine andere jetzt endgültig gefallen.

Bürgermeister Johann Bergermeier (Unabhängige Wähler) berichtete in der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass in ein Unternehmer, der sich am Marienplatz ansiedeln will, darauf angesprochen habe, dass er es gut fände, wenn es am Marienplatz eine Parkzeitbeschränkung gebe.

„Das wäre eine Verbesserung“, stellte stellvertretender Bürgermeister Gernot Seefelder (Unabhängige Wähler) fest, der selbst am Marienplatz eine Metzgerei betreibt. „Ich glaube nicht, dass es verkehrt wäre“, befand David Dichtl (CSU).

Allerdings schlug Seefelder vor, für eine Übergangszeit die Parkenden bei Verstößen nur darauf hinzuweisen, dass es eine zeitliche Beschränkung gibt. Strafzettel sollten nicht sofort verteilt werden. Mehrere Ratsmitglieder schlossen sich diesem Ansinnen an.

Außerdem forderte Seefelder, dafür zu sorgen, dass es genügend unbeschränkte Parkplätze für Angestellte gibt, die am Marienplatz arbeiten. Vor allem habe er da die Rathaus-Kräfte im Auge. Franz Kellner (CSU) schlug vor, dafür Flächen anzumieten. Bergermeier berichtete, dass er diesbezüglich schon eine Lösung parat hat. Es gebe ein nahes Gelände, deren Eigentümerin es sogar kostenfrei zur Verfügung stellen würde.

Die Frage nach dem Zeitpunkt

Einige Räte befanden, dass es besser wäre, die Parkzeitbeschränkung erst nach den großen Baustellen beim Platz, etwa die Erweiterung des Gebäudes der Verwaltungsgemeinschaft, einzuführen. Denn in dieser Zeit würden etliche Parkplätze wegfallen. Dagegen ist Dichtl der Meinung, dass gerade dann dafür gesorgt werden müsse, dass es keine Dauerparker auf dem Platz gibt.

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Matthias Mohr (Forum) machte sich schon Gedanken über die konkrete zeitliche Ausgestaltung. Er könne sich zwei Stunden Parkdauer, jeweils an den Werktagen von 8 bis 18 Uhr, vorstellen. Hier schlug Seefelder vor, am Samstag ab 12 Uhr schon längeres Parken zu ermöglichen. Bergermeier hält vier Stunden für geeignet – so sei es etwa in Mainburg auf dem Griesplatz. Eine Entscheidung soll laut Bürgermeister in der März-Sitzung des Gremiums fallen. Dann soll das Thema als eigener Punkt auf der Tagesordnung zu finden sein.

Beschlossen hat der Marktgemeinderat, das Gollerhaus zu sanieren, um dort Räume für Vereine und die Kommune zu schaffen. Kein Gremiumsmitglied stimmte dagegen. Eigentlich hätte dieser Beschluss schon in Sitzung im Januar gefällt werden sollen. Allerdings hatte der Rat weiteren Redebedarf mit dem Planer.

Mittlerweile hat es laut Bürgermeister ein entsprechendes Treffen gegeben. Es sei dabei noch einmal alles ausführlich erläutert worden. Im Nachgang hatten die Räte dann einige Änderungswünsche zu Details wie Fenster und Leuchten, die jetzt in den Bauplan eingearbeitet sind.

Bereicherung für den Markt

Auf Nachfrage nannte Bergermeier noch einmal den derzeitigen Kostenansatz von 2,7 Millionen Euro. Der Fördersatz, den Siegenburg erwarten könne, liege bei 80 Prozent. Seefelder ist angetan von dem Projekt: „Es ist eine Bereicherung für den Markt.“ Er sprach von einem Haus für die Vereine. Mohr wollte wissen, ob den das Gebäude noch umfangreich entrümpelt werden müsse, bevor die Bauarbeiten beginnen. Bergermeier erwiderte, dass letztendlich beim Auszug des Kindergarten alles Brauchbare mitgenommen worden sei.

Jetzt soll laut Bürgermeister der beauftragte Planer den Genehmigungsplan erstellen. Einen weiteren Zeitplan für das Projekt nannte Bergermeier noch keinen.

Im Gollerhaus (links) soll künftig Siegenburger Vereine Versammlungsräume haben.