Über die Sicherheit in Regensburgs Stadtverkehr: Wir brauchen mehr Verständnis für alle

Von Marius Göhl · 7. Februar 2025 um 20:00

Egal ob schlechtes Zeitmanagement, der Stadtverkehr oder die zum Teil fragwürdige Ampelschaltung in der Domstadt: Es gibt Tage, an denen man als Autofahrer schier verzweifeln mag. Dennoch muss auch dann Sicherheit an erster Stelle stehen.

Ein Mann eilt dieser Tage zum Bus. Zugegebenermaßen scheint der Weg geradeaus über die fünfspurige Kumpfmühler Straße, nicht unbedingt die beste Wahl zu sein. Und das, obwohl es mehrere Fußgängerampeln gäbe. Kopfschütteln meinerseits, aber nicht wegen des Mannes. Bereits vom ersten Auto ertönt lautes Gehupe. Es folgt ein Hupkonzert der anderen Pkws. Der Mann hat sein Ziel fast erreicht, zum Zorn der Autofahrer.

Ein Auto kommt noch. Dessen Hupe bleibt stumm. Der Fahrer weicht allerdings mit hoher Geschwindigkeit über die Gegenfahrbahn aus. Ich bin sprachlos. Manchmal wünschte ich mir ein bisschen Verständnis aller Beteiligten. Ja, das, was der Fußgänger gemacht hat, ist nicht in Ordnung. Dennoch kennt man nie die Beweggründe.

Wenn ich beispielsweise in Süditalien Auto fahre, fühle ich mich sicherer. Für manche gleicht der Verkehr dort Chaos. Es mag nicht die Ordnung, wie in Deutschland, herrschen. Oft werden aber Fehler eher verziehen. Ich wünsche mir, dass auch wir manchmal einen Gang runterschalten. Oder um es mit den Worten meines Vaters zu sagen: „Der hat a a Brems.“