Eine weitere Woche ist nichts passiert: Verwirrung um wilde Mülldeponien in Regensburg

Von Jürgen Scharf · 7. Februar 2025 um 08:00

In Stadtteilen Kumpfmühl und Königswiesen gibt es seit längerem mehrere wilde Mülldeponien. Die Mittelbayerische Zeitung berichtete vergangene Woche über die Beschwerden von Anwohnern. Passiert ist bis Donnerstag aber weiterhin nichts.

Eine zerschlissene Couch. Mehrere zerbrochene Spiegel. Alte Matratzen. Spielzeug. Kleidung. Windeln. Rund um Abfallcontainer in der Theodor-Storm- und in der Friedrich-Ebert-Straße wurden Sperrmüll und noch allerlei sonstiger Restmüll auf freier Fläche abgeladen. Mehrere Bürger hatten sich darüber beschwert, dass offenbar niemand etwas unternimmt, um den Müll zu entsorgen. Einer befürchtete, dass sich „Ratten und sonstiges Ungeziefer“ ansiedeln.

Sind Entrümpler die Verursacher?

Die Stadt Regensburg hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass Containerstandorte in ganz Regensburg regelmäßig als Müllabladestellen missbraucht würden: „Als Täter kommen oftmals Entrümpler in Betracht, die für die ordnungsgemäße Entsorgung des von ihnen abgeholten Hausrats nichts bezahlen wollen.“ Das Umweltamt beauftrage in solchen Fällen dann die städtische Müllabfuhr.

Der Abfall werde also regelmäßig auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt. Falls die Verursacher festgestellt werden können, werde von diesen eine Stellungnahme angefordert und gegebenenfalls eine Ordnungswidrigkeitsanzeige gestellt.

Grundstück gehört wohl doch der Stadt

Doch wird der wild weggeworfene Abfall von der Stadt wirklich regelmäßig entsorgt? In der Theodor-Storm-Straße lag der Müll am Donnerstag immer noch herum. Zu dem Müll in der Friedrich-Ebert-Straße hatte die Stadt wiederum zunächst auf die Stadtbau, weil der das betroffene Grundstück gehöre, verwiesen. Stadtbau-Geschäftsführer Götz Keßler sagte am Donnerstag nun aber der Mittelbayerischen, dass die Situation geprüft worden sei – und das Grundstück doch der Stadt gehöre. Deswegen könne auch nur diese tätig werden. Die Stadt wiederum teilte gestern auf Anfrage mit, dass sie die Sachverhalte nun noch einmal überprüfen werde.