Schließung doch nicht Ende Februar: Fristverlängerung fürs Regensburger Hallenbad

Für die treue Fangemeinde des Hallenbads in der Gabelsbergerstraße ist das eine gute Nachricht: Ihr bevorzugter Ort für Sport, Erholung und Freizeit bleibt nun etwas länger geöffnet als ursprünglich geplant.
Das Hallenbad verabschiedet sich nicht schon Ende Februar in eine mehrjährige Umbau- und Sanierungspause, sondern bekommt noch einige Wochen drangehängt. „Das freut mich sehr, diese zusätzliche Öffnungszeit werde ich ausgiebig nutzen“, sagt Dauerkarten-Inhaberin Doris Paulus. Sie wohnt in der östlichen Innenstadt und kann daher innerhalb weniger Minuten zu Fuß ins Hallenbad gehen. „Die Lage ist perfekt für mich.“
Spontanes Schwimmen ist für sie und alle anderen Bewohner des Viertels sonst nur im Sommer im RT-Bad oder in der Donau möglich. Für den Weg ins Westbad ist vom Stadtosten aus hingegen schon ein größerer Aufwand zu bewältigen.
Sechs Wochen Vorlauf
Sehr bald aber müssen sich die regelmäßigen Besucher des Hallenbads sowieso eine ganz andere Route einprägen, nämlich die zum neuen Ostbad in der Zeißstraße. Dieses ist zusammen mit einer Leichtathletikhalle Bestandteil des Sportpark Ost und steht unmittelbar vor der Fertigstellung. „Der genaue Eröffnungstermin des Sportpark Ost wird in den nächsten Wochen bekanntgegeben“, sagt Martin Gottschalk, Sprecher vom Bad-Betreiber Stadtwerk.
Dieses Datum wird wiederum darüber Aufschluss geben, wann genau die Fristverlängerung fürs Hallenbad endet. „Der Zeitpunkt der Schließung des Hallenbads steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Eröffnung des Sportpark Ost“, erklärt Gottschalk den Ablauf. Konkret sei vorgesehen, ungefähr sechs Wochen vor dem Start im Ostbad den Standort Gabelsbergerstraße zuzusperren.
Das dort beschäftigte Personal braucht diesen zeitlichen Vorlauf, um den Betriebsbeginn der neuen Anlage mit ihren drei Wasserflächen – im Ostbad werden ein Schwimmer-, ein Nichtschwimmer- und ein Lehrschwimmbecken zur Verfügung stehen – vorzubereiten. Dieser Umzug wird jedoch nicht schon in drei Wochen vonstatten gehen, betont der Stadtwerk-Sprecher: „Eine Schließung des Hallenbads zum Ende des Monats ist definitiv kein Thema.“
Bei der Sitzung des Stadtwerk-Aufsichtsrats Anfang November war man von diesem nun korrigierten Zeitpunkt noch ausgegangen. Der Rest des damals festgezurrten Plans hat indes weiterhin Bestand. Demnach soll bis Ende 2025 die Genehmigungsplanung für die Sanierung und den Umbau des 70 Jahre alten Hallenbads abgeschlossen werden.
Wiedereröffnung im Jahr 2030
Gemäß Stadtratsbeschluss vom Juli 2023 ist ein Teilneubau mit Anbau eines Lehrschwimmbeckens geplant. Das bedeutet, dass die bestehende Schwimmhalle erhalten bleibt und baulich ergänzt wird. Der rechte Gebäudeflügel, in dem derzeit auch ein griechisches Lokal untergebracht ist, muss hingegen weichen.
Kosten in Höhe von 17,5 Millionen Euro wurden zum Zeitpunkt des Beschlusses für diese Lösung veranschlagt. Bis Mitte 2026 soll die Beauftragung der Bauausführung erfolgen. Mit der Fertigstellung der Gesamtsanierung wird im Jahr 2030 gerechnet. Dann kann Anwohnerin Paulus wieder zu Fuß zum Schwimmen gehen.