Ein Bürgerbus soll sich in Abensberg in Bewegung setzen

In Abensberg könnte bald ein wichtiges Detail für einen öffentlichen Nahverkehr in der Kommune in Betrieb gehen. Damit will man ein weiteres Problem aus der Welt schaffen.
Seit einigen Wochen gibt es wie berichtet in Abensberg eine Arbeitsgruppe Mobilität. Jetzt hat sie einen ersten konkreten Vorschlag erarbeitet, der laut Bürgermeister Bernhard Resch unter anderem auf Ideen von stellvertretendem Bürgermeister Heinz Kroiss und Marketingchefin Carolin Wohlgemuth fußt.
Der Rathauschef berichtet im Gespräch mit dieser Zeitung: Wenn alles so läuft wie geplant, könnte im April der erste Bürgerbus mit festem Fahrplan und festgelegten Haltestellen starten. Steuern sollen das Fahrzeug ehrenamtliche Kräfte, von denen einige schon bereitstunen. Entscheiden darüber soll der Hauptverwaltungsausschuss im März.
Die Kommune besitzt einen Bus, den sich Vereine für eine Kilometerpauschale ausleihen können. Diesen Neunsitzer dürfe man grundsätzlich mit einem Führerschein für Personenkraftwagen steuern. Erwerben müsse man wohl, so Res ch, einen Personenbeförderungsschein. Die Kosten dafür würde aber auf alle Fälle die Kommune übernehmen.
Starten soll das Projekt Bürgerbus erst einmal mit einer Linie. Sie soll von der Aumühle durch die Innenstadt zum Ärztehaus im Gewerbegebiet Gaden führen. Somit wäre laut Resch auch den Menschen in der Aumühle geholfen, die derzeit durch die Baustelle für die neue Brücke über die Abens ja in gewisser Weise vom Rest der Stadt abgeschnitten sind.
Details wie Haltestellen und Fahrzeiten müssten noch abgeklärt werden. Der Zeittakt, der gefahren werden kann, hänge vor allem davon ab, wie viele Ehrenamtliche sich für das Projekt finden lassen. Allein davon hänge der Erfolg ab – dass man bezahlte Busfahrer einsetze, kann sich der Bürgermeister nicht vorstellen.
Erste Freiwillige melden sich
Er mache seit einiger Zeit Webung für das Projekt bei Personengruppen, in denen er potenzielle Mitstreiter vermutet. So habe er das Thema beispielsweise beim „Einjährigen“ des Generationentreffs angesprochen. Immerhin hätten sich schon Abensberger bei ihm gemeldet, die diesen Dienst übernehmen wollen.
Auch die Zahl der Tage in der Woche, in denen der Bus fährt, liege schlichtweg daran, wie viel Personal vorhanden sein wird. „Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er täglich fährt“, schränkt Resch die Sache schon ein wenig ein.
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Grundsätzlich sei dann noch eine zweite Linie möglich, die in den Augen von Resch aber nicht ab April fahren würde. „Erst einmal würden wir die Resonanz für die erste Linie abwarten“, stellt er klar. Die zusätzliche Strecke könnte das Berufsbildungswerk mit dem Ortsteil Schwaighausen verbinden. In der Abensberger Innenstadt könnte es einen Umsteigepunkt zwischen den beiden Linien geben.
Anbindung an Landkexi
Theoretisch könnte man in den Augen des Bürgermeisters beide Linien mit einem Bus abdecken. Letztendlich hänge das von der Taktung des Fahrplans ab. Grundsätzlich ist Resch der Ansicht, dass dieses System deutliche Vorteile gegenüber dem Rufbus-System Kexi habe. Mit festen Fahrzeiten und definierten Haltestellen wüssten die Menschen, woran sie sind. Sehr wohl wäre das Abensberger Modell aber angebunden an den Landkexi. Denn der habe Haltestellen sowohl beim Ärztehaus als auch beim Berufsbildungswerk.
Wie mehrfach berichtet, gab es in Abensberg viele Monate lang Auseinandersetzungen darüber, ob den ein Rufbus-System eingeführt werden soll oder nicht. Im Herbst beschloss der Stadtrat schließlich, Kexi zu den zu erwartenden finanziellen Konditionen nicht einzuführen. Von vornherein suchte man nach Alternativen. So waren unter anderem auch Taxigutscheine im Gespräch.