Stadt Abensberg gibt Stanglmeier-Stiftung finanziellen Rückhalt

Von Wolfgang Abeltshauser · 3. Februar 2025 um 19:00

Kommune und Josef-Stanglmeier-Stiftung machen gemeinsame Sache, um die Zukunft der Stanglmeier-Halle zu sichern. Sie soll künftig noch mehr ein Zentrum des Abensberger Sports und der Vereine im Ort sein.

Die Halle hat Sanierungsbedarf. Bereits vor Monaten hat Stiftungsvorsitzender Uwe Brandl das gegenüber dieser Zeitung betont. Arbeiten, um einen Wasserschaden zu beseitigen, liefen da bereits. Diese Kosten beziffert er auf rund 150.000 Euro. Die Heizung muss erneuert werden, die Arbeiten sind angelaufen. Hier stehen 240.000 Euro für den ersten Bauabschnitt im Raum. Und letztendlich gehe es bei allen Liegenschaften um eine energetische Sanierung.

Wie berichtet, hat die Stiftung nicht mehr so viele Finanzmittel zur Verfügung als noch vor Jahren. Deshalb will die Kommune der Einrichtung unter die Arme greifen. Es geht um finanzielle Sicherheit.

Die Stadt ist Mieter bei der Stiftung, damit der TSV die Halle nutzen kann. Der derzeitige Mietvertrag läuft noch bis 2027. Der soll schon jetzt bis 2035 verlängert werden, damit die Stiftung mit diesen Mieteinnahmen planen kann. Laut Bürgermeister Bernhard Resch hat das der Stadtrat jetzt beschlossen.

Aushängeschild Abensbergs

In den Augen des Bürgermeisters gehe es dabei auch um Marketing für die Stadt. Die Judoka haben die Kommune weit über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht. Es wäre kontraproduktiv, wenn man im Falle des Falles zusehe, dass deren Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten nicht mehr so wie bisher bestünden.

Außerdem gab es auch schon Trainingsmaßnahmen von anderen Kadern, etwa im Speedway, in der Halle. All das nütze dem Ansehen Abensbergs. Es sei im Interesse der Kommune, den Erhalt der Halle zu sichern.

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Unabhängig davon wird die Halle für die Stadt immer wichtiger. So findet rund um das Gebäude, aber auch darinnen, die Spielwoche satt. Jetzt einmal ganz abgesehen davon, dass die Stiftung selbst eine der größten Veranstaltungen dort selbst organisiert – den Abschluss von „Jugend gestaltet Freizeit“.

Künftig sollen weitere Gruppen, nicht nur die Judoabteilung und die Babonia, die Halle nutzen können. Letztere hat seit einigen Jahren die Halle als Ort der Prinzenpaarproklamation und für Show-Veranstaltungen auserkoren. Das ist letztendlich auch Teil der Zusammenarbeit mit der Judoabteilung, weil die Babonia ja auch die Cheerleader für die Judobundesligamannschaft stellt.

Plan gebe es schon her

Erste Gespräche mit den Judoka mit dem Ziel, weitere Gruppen in die Halle zu lassen, habe es dazu laut Resch schon gegeben. Grundsätzlich gebe es der bisherige Belegungsplan schon her, mehr zuzulassen.

Es gehe da einmal um weitere Abteilungen des TSV. Auf der Matte stünden beispielsweise die Fußballer, die dort ihr Hallentraining im Winter organisieren könnten. Die Turner hätten seit längerer Zeit Platzprobleme in ihrer Trainingsstätte beim alten Stadion. Ihnen in der Stanglmeier-Halle Obdach zu gewähren, wäre laut Resch allerdings nicht so ohne Weiteres umzusetzen. Denn um die Geräte im Boden zu verankern, wären erst einmal zusätzliche Arbeiten notwendig. Am einfachsten gehe es bei Gruppen, die die ausgelegten Judo-Matten mitnutzen könnten. So sei etwa an die Mutter-Kind-Gruppen zu denken, die immer wieder Platz benötigen. Derzeit sei es aber noch viel zu früh, um hier über Details zu sprechen.

Für den Judonachwuchs des TSV Abensberg ist die Halle ein wichtiger Trainingsort.