IHK-Umfrage: Großteil der bayerischen Unternehmen hat Nachholbedarf bei Digitalisierung

Die Digitalisierung in Bayerns Unternehmen stockt. Das geht aus einer Umfrage der IHKs von Ende 2024 hervor.
Betriebe bewerten ihren Stand der Digitalisierung im Schnitt mit einer Schulnote von 2,8 – im Vergleich zum Vorjahr blieb der Wert unverändert. 40 Prozent der Unternehmen sehen sich digital als gut aufgestellt, bei 60 Prozent besteht laut Pressemitteilung Nachholbedarf. „Der Bremsklotz Bürokratie muss dringend gelöst werden“, fordert Jürgen Helmes, Hauptgeschäftsführer der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim. „Die Verwaltung sollte digitaler und schneller werden. Unternehmen setzen große Hoffnungen in KI, die es deshalb verstärkt zu fördern gilt.“
Einsparung von Kosten als Hauptziel
Zentrales Problem sei der Zeitmangel, heißt es in der Mitteilung weiter. Außerdem seien hohe Kosten und die Komplexität der digitalen Prozesse eine Herausforderung. Die Einsparung von Kosten wird als Hauptziel der Digitalisierungsprozesse genannt.
KI nehmen die Unternehmen als Chance wahr – und sie gewinnt an Bedeutung. Bereits 45 Prozent der bayerischen Firmen nutzen KI – ein Zuwachs von 13 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Eingesetzt wird sie vor allem zur Verarbeitung von Texten, Bildern und Medien. Unsicherheiten bestehen bei 60 Prozent der Betriebe bezüglich rechtlicher Angelegenheiten.
Was IT-Sicherheit betrifft hinken besonders kleine und mittlere Unternehmen hinterher. Doch die Bedrohung durch Cyberangriffe nimmt laut Pressemitteilung zu: Die Zahl der betroffenen Unternehmen ist von 22 auf 23 Prozent gestiegen.