Essbare Blumensträuße, Inklusion: Fünf Start-ups kämpften um den „Tiger der TechBase“

Am Montagabend (3. Februar) nutzten fünf Start-ups bei der Pitch-Night „Tiger der TechBase“ die Möglichkeit, ihre Geschäftsideen zu präsentieren und Feedback von erfahrenen Juroren zu bekommen. Wer der neue Tiger der TechBase wird, entschieden am Ende die rund 140 Besucher.
„Stellen Sie sich einen großen, duftenden Blumenstrauß vor“, sagte Marius Kloos vom Start-up „Flavora“. Die schöne Deko lande aber früher oder später im Restmüll. Die Lösung: essbare Blumensträuße. Denn alle Blumen haben einen Geschmack, so Höpfner. Das Problem sei der Anbau mit Pestiziden. „Mit Flavora verschenkt man nicht nur Blumen, sondern auch gemeinsame Zeit zum Kochen.“
Manuel Stahnke präsentierte sein Start-up „Schnubba Mal“. Die Idee: Schnuppertage in Unternehmen sollen eine Alternative zur teuren Personalakquise und klassischen Bewerbungsverfahren sein – und so letztlich den Personalmangel beheben.
Leselerngerät soll 2025 auf den Markt kommen
Einem völlig anderem Thema widmen sich die Brüder Andreas und Herbert Endres. Mit „Clelo“ wollen sie noch dieses Jahr ein innovatives Leselerngerät auf den Markt bringen. Durch spielerische Lernmöglichkeiten, pädagogisch wertvolle Inhalte sowie einer sicheren und ablenkungsfreien Bedienung soll das eigenständige Lernen unterstützt werden.
Das Start-up „featr me“ verspricht eine einfache Vertragserstellung via App. Zunächst beantwortet man ein paar Fragen, dann werden die Verhandlungskarten an die entsprechende Person gesendet. Die könne durch einfaches Wischen zustimmen oder ablehnen, erklärte Christoph Schuirer. Ist die Verhandlung gelungen, wird ein Vertragsvolltext erstellt. Im Moment liege der Fokus auf der Kreativbranche.
„Inklusionsmatch“ überzeugte mit Pitch
Überzeugt hat die Zuschauer ein Start-up, das sich für mehr Inklusion in Unternehmen einsetzt. Eigentlich müssen Arbeitgeber ab einer bestimmten Betriebsgröße mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Menschen mit Schwerbehinderung besetzen. Erfüllt wird diese Quote aber vom Großteil nicht, was eine Strafzahlung (Ausgleichsabgabe) zur Folge hat. Hier setzt „Inklusionsmatch“ an und schlägt Betrieben potenzielle Inklusionsaktivitäten vor – also mögliche Jobs, die von Menschen mit Behinderung ausgeübt oder Dienstleistungen, die mit Hilfe von Werkstätten und Inklusionsbetrieben umgesetzt werden könnten. Die Gründer sind die Geschwister Johannes und Katharina Dotzler sowie Tobias Hiebl.
Christian Volkmer, Vizepräsident der IHK Oberpfalz/Kelheim bildete mit Tobias Gubo (Mitgründer „anybill“), Julia Pirzer (Referentin für Gründung, Finanzierung und Unternehmensnachfolge bei der IHK) und Thomas Straub (Stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Regensburg) die Jury. Die Veranstaltung sei „ein Kontrastpunkt zum allgemeinen Wirtschaftsgejammer“ und es sei „beflügelnd zu sehen, dass es noch so viel Gründergeist gibt“, sagte Volkmer.
