Einsatz in Regensburger Flüchtlingsunterkunft: Polizei rückt mit Spezialkräften an

Aufregung in der Bajuwarenstraße in Regensburg: Am Samstagnachmittag rückte die Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften an. Im dortigen Ankerzentrum, einer Flüchtlingsunterkunft, war es zuvor zu einer Auseinandersetzung gekommen.
Ein Polizeisprecher bestätigte der MZ am Nachmittag, dass die Einsatzkräfte gegen 14.30 Uhr alarmiert worden. Die Beamten gingen demnach von einer möglichen Bedrohungslage aus. Der Sprecher berichtete von einem „unklaren Meldebild“, auch aufgrund von Sprachbarrieren. Zunächst war also nicht klar, welche Dimension die Bedrohungslage hat. Daher sei man mit starken Kräften angerückt.
Einsatz in Flüchtlingsunterkunft: Augenzeugen berichten von Polizisten in Kettenhemden
Augenzeugen berichteten der MZ von Spezialkräften des Unterstützungskommandos (USK), die sich unmittelbar vor der Unterkunft für den Einsatz bereit machten. Sie legten dazu Kettenhemden an, wohl auch weil die Beamten davon ausgehen mussten, dass ein Messer im Spiel ist.
Letzten Endes wurde bei dem Vorfall eine Person leicht verletzt, berichtete der Polizeisprecher. Dabei habe es sich um einen Sicherheitsmitarbeiter der Unterkunft gehandelt. Er wurde vor Ort medizinisch behandelt. Die Beamten nahmen zwei Bewohner des Flüchtlingsheims fest. Im Moment steht der Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung im Raum. Die Polizeiinspektion Regensburg Süd ermittelt.