VHS Langquaid wächst weiter – und muss sich Herausforderungen stellen

Steigende Teilnehmerzahlen, innovative Angebote: Die Erfolgsgeschichte der VHS Langquaid geht weiter. Doch mit der Erweiterung des Familienzentrums und dem gesellschaftlichen Wandel steht Das Team um Vorsitzenden Bernd Schmargendorf vor neuen Herausforderungen.
3650 Anmeldungen verzeichnete die VHS Langquaid im Kursjahr 2023/24, fast 1000 mehr als im Rekordjahr 2019. Und die Nachfrage steigt weiter: Anfang Januar lagen bereits 3400 Anmeldungen für das Kursjahr 24/25 vor. „Das werden wir toppen“, ist Schmargendorf zuversichtlich. „Es läuft einfach.“
Rund 80 Prozent der mehr als 400 Kurse finden statt, die Warteliste sei erfreulich gering „Das zeigt, wir haben das richtige Angebot“, sagt der Vorsitzende. Das umfasst neben Gesundheits- und Sportkurse n auch Sprachkurse oder vielfältige Angebote für Kinder. Vor allem die Ballettkurse seien hier sehr gefragt. Gut angenommen werden auch die TRX und Bungee-Super-Fly-Kurse, die seit Sommer für Erwachsene im Programm sind. Neu im Angebot sind Breathwork oder Yoga für Männer.
Noch freie Kapazitäten
Immer wieder sind auch Künstler bei der VHS zu Gast, wie der Comedian Matthias Gietl im März oder der Magier Jochen Stelter im Herbst. Doch nicht jede Veranstaltung ist ein Erfolg: Der Auftritt der Gruppe Fankani Ende Januar musste abgesagt werden. Das Angebot sei mittlerweile einfach zu groß. „Die Leute wissen gar nicht mehr, wohin“, sagt Schmargendorf. Auch seien die Menschen träger geworden.
Manche Dinge müssten sich auch erst finden, sagt der Vorsitzende, wie das Frühstück, das viermal im Jahr im VHS-Café angeboten wird und immer ausgebucht ist. Auch der Bingo-Nachmittag einmal im Monat laufe gut.
Platzmangel ist aktuell kein Thema bei der VHS, die neben ihren Räumen im Familienzentrum auch Räume im Burgmayerstadl, im Lenbachpark und in den Kindergärten Schatzinsel und Rappelkiste nutzt. In der Kernzeit von 17 bis 20 Uhr seien nahezu alle Räume ausgebucht, doch nachmittags und vormittags gebe es noch freie Kapazitäten, auch weil sich die Gesellschaft verändert habe. „Die jungen Mütter arbeiten mehr. Das merken wir ganz deutlich“, sagt Schmargendorf.
Das wirke sich auf die Vormittagskurse aus und führe dazu, dass sie als potenzielle Unterstützerinnen im VHS-Team, zu dem mittlerweile auch eine Vollzeit- und eine Teilzeitkraft gehören, fehlen. „Wir suchen immer engagierte Menschen, die bei uns mitmachen wollen.“
Neue Homepage
Nicht nur für das Team wird es in nächster Zeit größere technische Veränderungen geben. Die bisherige Software der VHS sei nicht mehr „State of the Art“. Darum habe man im Herbst das Projekt „Software 2.0“ ins Leben gerufen, bei dem eine neue, modernere Lösung entwickelt werden soll.
Schmargendorf geht davon aus, dass ab April die benutzerfreundlichere Homepage an den Start geht. Hierüber melden sich die Teilnehmer an und bekommen einen Überblick über die gebuchten Kurse und das Angebot. Das findet sich auch im VHS-Heft. Vergangenes Jahr wurde hier das Layout angepasst. Dadurch habe man Seiten und Kosten gespart, sagt Schmargendorf.
Eine große Veränderung steht bereits in wenigen Wochen an. Nach der Winterpause soll mit der Erweiterung des Familienzentrums begonnen werden. Der Kran steht schon. Im Erweiterungsbau wird auch die VHS einen Raum im Kinderhaus nutzen können. Dennoch blickt Schmargendorf skeptisch auf die kommende Bauphase. „Wir haben jetzt schon ein Parkplatzproblem.“
Ausweichparkplätze in Planung
Durch den Kran seien acht Stellplätze weggefallen. Beginnt der Bau, folgten weitere 16 öffentliche Parkplätze. Vor allem die Zeit kurz bevor ein Kurs ende und der nächste beginne sei kritisch. „Da ist nichts frei – und nun kommt auch noch die Baustelle.“ Manche Interessierte schrecke die Parkplatzsituation bereits ab. Doch Schmargendorf hat auch gute Nachrichten. In einer Wiese an der Schulstraße Richtung Herrnwahlthanner Straße legt der Markt in Kürze 30 Ausweichparkplätze an. „Da müssen wir noch etwas auf die Zähne beißen, aber es wird sich entspannen.“
Poetische Comedy bei der VHS
Wann: Am 15. März, 19 Uhr, ist der Regensburger Matthias Gietl zu Gast bei der VHS Langquaid in der Schulstraße.
Was: Die Gäste erwartet ein Spaziergang durch die Welt der Sehnsucht und ihrer Tücken. Matthias Gietl erzählt von den Liebschaften eines Mannes unter Vierzig, plaudert aus dem Nähkästchen seiner Eroberungen und Enttäuschungen, begleitet von echter Magie. Dazu wird jongliert, mit Einsichten, Keulen und Poesie.
Karten: Interessierte erhalten die Tickets online unter www.vhslq.de zum Preis von 23, ermäßigt 19 Euro. An der Abendkasse kosten sie 23 bzw. 20 Euro.