Neue Elektronik, neue Leuchten: Adlhausens Kirche strahlt wieder

Mehrere hundert Meter Kabel sind bei der Sanierung der Filialkirche „Mariä Himmelfahrt“ in Adlhausen ausgetauscht worden. Dafür war das Gotteshaus seit Juni gesperrt. Am Samstag, 25. Januar, wird groß Wiedereröffnung gefeiert.
„In der Kirche fiel immer wieder der Strom aus. Wir mussten handeln“, sagt Kirchenpfleger Wolfgang Steger. So wurde in den vergangenen acht Monaten die komplette Elektronik erneuert. Es wurden neue Kabel gezogen, die Sicherungskästen und die Steuerungselektronik ausgetauscht. Dazu wurden eine neue Beschallungsanlage und neue Mikrofone eingebaut. Außerdem wurde die Beleuchtung auf LED umgestellt und die Kirchenbankheizung erneuert.
Wände wurden gereinigt
Da sich Rußpartikel von der alten Heizung an den Wänden festgesetzt hatten, wurden sie mit Hilfe von Mikrofaserschwämmen gereinigt. Nur der Bereich unter der Empore wurde neu gestrichen, auch um die Kosten im Rahmen zu halten, erläutern Steger und Pfarrer Johannes Hofmann.
Normalerweise findet in Adlhausen ein Gottesdienst unter der Woche und einer sonntags statt. Während der Arbeiten mussten die Gläubigen auf die Kirchen im Umkreis ausweichen, nur am Tag vor Heiligabend wurde ein Vorabendgottesdienst gefeiert. „Die Besucher waren sehr angetan, weil es jetzt einfach heller in der Kirche ist“, sagt Steger. Auch Pfarrer Hofmann freut sich über das Ergebnis der Arbeiten und spart nicht mit Lob für Kirchenpfleger und Kirchenverwaltung. Es brauche Ehrenamtliche vor Ort, die sich dafür einsetzen und engagieren, sagt der Geistliche.
Doch nicht nur im Inneren der Kirche wurde gearbeitet. Auch die Treppenaufgänge im Turm wurden erneuert. Hier hatten Schnee und Regen, die bei Sturm durch die Schalllöcher in den Glockenturm gelangten, die Stiegen morsch werden lassen. Außerdem war das Treppengeländer zu niedrig. Diese Arbeiten zählen zur Außensanierung, wie auch die Arbeiten an der Westfassade der Kirche. Hier wurde der Putz ausgebessert und die Fassade neu gestrichen.
Diözese bezahlt die Hälfte
Rund 400.000 Euro kostet die Sanierung der Kirche. Davon übernimmt die Diözese Regensburg 50 Prozent und der Markt Langquaid beteiligt sich mit 10 Prozent. Den Rest trägt die Kirchenstiftung. Auch der Erlös der Weihnachtskartenaktion, die in diesem Jahr die „Anbetung der Könige“, ein Tafelbild des Hochaltars der Adlhausener Kirche, zeigte, fließt in die Finanzierung der Arbeiten. „Hier gibt es etwas Besonderes, das muss man zeigen“, sagt Pfarrer Hofmann und verweist auf den Kunstschatz der Kirche, die wieder strahlt.
Kirchenpfleger Steger sieht das Gotteshaus nun gut gerüstet für die nächsten Jahre. Erst in 40 Jahren werde es wieder einen Zuschuss vonseiten der Diözese für Renovierungsarbeiten geben, sagt er. Die letzte große Renovierung fand ebenfalls vor rund 40 Jahren statt. Damals seien alle Altäre ausgebaut und der Boden herausgerissen worden.
Festliche Wiedereröffnung
Am Samstag wird groß die Wiedereröffnung der Filialkirche gefeiert. Zu dem Fest hat sich auch Bischof Rudolf Voderholzer angekündigt. „Das ist schon etwas Besonderes“, freut sich Steger auf den Besuch. Das Programm sieht um 16.45 Uhr einen Kirchenzug vom Dorfgemeinschaftshaus zur Kirche vor. Um 17 Uhr wird dort ein Festgottesdienst gefeiert. Im Anschluss findet eine Begegnung im Dorfgemeinschaftshaus statt.

