Unglück in der Donau bei Schwabelweis noch ungeklärt: Bringen Handydaten neue Hinweise?

Von Jürgen Scharf · 30. Januar 2025 um 17:00

Vor knapp drei Wochen wurde in der Donau bei Schwabelweis der Leichnam eines Mannes geborgen. Die genauen Umstände, die dazu führten, sind nach wie vor unklar. Die Polizei weitet ihre Ermittlungen jetzt noch aus, wie sie der Mittelbayerischen mitteilte.

Zeugen hatten damals gemeldet, dass ein lebloser Körper im Wasser treibt. Bereits kurz nach der Bergung des Leichnams gab die Polizei bekannt, dass die Identität des Mannes geklärt wurde. Es ist ein 30-jähriger Mann aus der nördlichen Oberpfalz. Nach MZ-Informationen war dieser den Behörden bereits bekannt, unter anderem wegen Betäubungsmittel- und Gewaltdelikten. Der Polizei zufolge gab es bei den ersten Untersuchungen der Leiche keine Hinweise auf Fremd- oder Gewalteinwirkung oder einen Suizid.

Am Abend vorher noch in Regensburg gesehen

Die anschließende Obduktion ergab, dass der Mann ertrunken ist. Wie er in die Donau gekommen ist, ist aber nach wie vor ein Rätsel. Am Abend vorher war er noch in Regensburg gesehen worden, wie ein Zeuge bei der Polizei aussagte. Dieser berichtete, dass beide in der Innenstadt gefeiert hätten. Zu später Stunde hätten sich die Wege dann getrennt. Und ab da verliert sich die Spur.

Polizeisprecherin Melanie Bäumler teilte nun auf Anfrage mit, dass die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Unglücksgeschehen weiter „auf Hochtouren“ laufen. Derzeit würden auch die Standortdaten des Mobiltelefons des Mannes ausgewertet.

Toxikologisches Gutachten steht weiter aus

Die Ermittler hoffen, damit den Ablauf vor dem Unglück rekonstruieren zu können. Weitere Hinweise, etwa zur Frage, ob Alkohol oder Drogen eine Rolle gespielt haben, dürfte es durch das toxikologische Gutachten geben. Hier stehe das Ergebnis aber weiter nicht fest, sagte Bäumler.