Max Bögl aus Sengenthal präsentiert Rekordzahlen und setzt auf Zusammenhalt

Von Mittelbayerische Zeitung · 29. Januar 2025 um 11:00

Rekordzahlen bei den Aufträgen und der Wert einer guten Unternehmenskultur waren die zentralen Botschaften der Betriebsversammlung der Firmengruppe Max Bögl, wie aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht.

Trotz globaler Unsicherheiten und wirtschaftlicher Herausforderungen habe die Firmengruppe Max Bögl auch 2024 ihre Spitzenposition in der deutschen Bauwirtschaft unter Beweis gestellt.

Mitarbeiter, Gesellschafter, Vorstände, prominente Gastredner sowie die Betriebsräte versammelten sich in Nürnberg. Gesamtbetriebsratsvorsitzende Karin Hammerl-Ranftl führte durch die Veranstaltung. Besonderes Augenmerk lag auf der Stärkung der Unternehmenskultur durch respektvollen Umgang und innovative, nachhaltige Lösungen.

Nach 42 Jahren bei Max Bögl in Rente

Ein emotionaler Höhepunkt war die Verabschiedung des stellvertretenden Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Helmut Baierl, der nach 42 Jahren Betriebszugehörigkeit in den Ruhestand ging. Die Verbundenheit der Belegschaft zeigte Hammerl-Ranftl in einem weiteren Beispiel: Ein schwer erkrankter Mitarbeiter habe dank der Unterstützung des Max Bögl Unterstützungsfonds und des Einsatzes seiner Kolleginnen und Kollegen wertvolle Hilfe in einer schwierigen Lebensphase erhalten. Dieser Akt der Solidarität habe verdeutlicht, wie tief Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung in der Unternehmenskultur verankert seien, erklärte Hammerl-Ranftl, die die zentrale Bedeutung von Respekt und gegenseitiger Wertschätzung für den Erfolg der Firmengruppe Max Bögl hervorhob.

Infrastruktur, Windenergie und Hochbau

Amelie Brandl, die neugewählte Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung, setzte ein klares Statement gegen Vorurteile gegenüber der Generation Z. Mit 401 Auszubildenden und dual Studierenden unterstreiche Max Bögl seinen Fokus auf die Nachwuchsförderung.

Gesellschafter und Aufsichtsrat Max Bögl betonte die Bedeutung der strategischen Ausrichtung „Bau + X“, die das Unternehmen durch eine gezielte Fokussierung auf Infrastruktur, Windenergie und Hochbau zukunftssicher aufstelle. Trotz Herausforderungen wie steigenden Energiekosten, Materialengpässen und Fachkräftemangel sehe er die Firmengruppe dank ihrer Innovationskraft und Flexibilität gut gerüstet. Er hob die digitale Transformation und die Optimierung von Produktionskapazitäten als zentrale Treiber für nachhaltigen Erfolg hervor und würdigte das Engagement der Mitarbeitenden.

Zugleich unterstrich Max Bögl die Bedeutung und Einhaltung hoher Standards, insbesondere in der Arbeitssicherheit, um die Vorreiterrolle des Unternehmens langfristig zu sichern und weiter auszubauen.

Max Bögl verbucht Rekord bei Aufträgen

Vorstandsvorsitzender Stefan Bögl präsentierte die Geschäftszahlen 2024. Mit einem Auftragseingang von 3,5 Milliarden Euro und einem Rekordauftragsbestand von über 4 Milliarden Euro blicke das Unternehmen nicht nur auf ein erfolgreiches Jahr zurück, sondern ebenso optimistisch in die Zukunft.

Ein weiteres Highlight war laut Stefan Bögl die signifikante Senkung der Unfallzahlen um 16 Prozent. Mit Investitionen in Höhe von 135 Millionen Euro in Infrastruktur, Betriebsmittel und Baumaschinen darunter die Erweiterung der Produktionskapazitäten in der Windkraft im neuen Werk Emden und die Modernisierung des Standorts Sengenthal, habe Max Bögl Grundlagen für künftiges Wachstum geschaffen. Erneut habe sich gezeigt, „dass wir auch in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten Großes leisten können“, so Stefan Bögl.

Wert der Demokratie

Gesellschafter und Aufsichtsrat Johann Bögl sagte, mit dem größten Auftragsbestand in der 95-jährigen Firmengeschichte sei das Unternehmen bestens für die Zukunft aufgestellt. Darüber hinaus betonte er die Bedeutung eines stabilen gesellschaftlichen Umfelds für den Unternehmenserfolg: „Demokratie und soziale Marktwirtschaft sind die Basis, auf der Unternehmen wie unseres bestehen und wirken können.“

Heike Stoffels, stellvertretende Regionalleiterin der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt in Bayern, lobte den Haustarifvertrag bei Max Bögl als vorbildlich in der Branche.

Gastredner René Borbonus, Spezialist für Rhetorik und Kommunikation, zeigte auf, wie Respekt die Grundlage für ein harmonisches und produktives Miteinander bildee – sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext. Anhand von Beispielen machte er deutlich, wie alltägliche Verhaltensmuster – von unbedachten Bemerkungen bis hin zu mangelnder Wertschätzung – Respekt gefährden könnten. Kleine, durchdachte Handlungen könnten Großes bewirken. Unternehmen, die Respekt aktiv fördern, würden nicht nur ein besseres Arbeitsumfeld schaffen, sondern auch den Grundstein für nachhaltigen Erfolg legen, erklärte Borbonus.

Lob von Finanzminister Albert Füracker

Die zentrale Rolle der Firmengruppe Max Bögl für die regionale und überregionale Entwicklung betonten die Gastredner aus der Politik. Albert Füracker, Bayerns Staatsminister für Finanzen und Heimat, und Carsten Träger, Bundestagsabgeordneter der SPD, hoben die Bedeutungdes Unternehmens als wirtschaftlicher Motor, innovativer Treiber und verlässlicher Partner für die Stadt Neumarkt und weit darüber hinaus hervor.

Landrat Willibald Gailler lobte das außergewöhnliche soziale Engagement der Firmengruppe und würdigte die zukunftsweisenden Bauprojekte, die maßgeblich zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beitragen. Auch Sengenthals Bürgermeister Werner Brandenburger und Neumarkts Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn unterstrichen die Schlüsselrolle von Max Bögl als stabilen und innovativen Partner. Sie betonten, wie entscheidend das Unternehmen für den Fortschritt, die Lebensqualität und die gesellschaftliche Entwicklung im Umfeld seiner Standorte sei.

Max Bögl, René Borbonus, Heike Stoffels, Michael Bögl, Amelie Brandl, Albert Füracker, Karin Hammerl-Ranftl, Stefan Bögl, Willibald Gailler, Carsten Träger, Johann Bögl, Markus Ochsenkühn und Werner Brandenburger (v. li.) bei der Betriebsversammlung der Unternehmensgruppe in Nürnberg. Foto: Reinhard Mederer/Firmengruppe Max Bögl