Kelheimer Kandidatin Buchwald (Linke) zu Schaumtorten und moderatem Social Media-Einsatz

Das sagt Mascha Buchwald, Direktkandidatin der Linkspartei im Wahlkreis Kelheim-Landshut, über das Erfolgsrezept der einstigen Weggefährtin Sahra Wagenknecht und über eine misslungene Wahlkampfaktion ihrer eigenen Partei.
• BSW und Linke: Dass das Bündnis Sahra Wagenknecht derzeit der Linkspartei weit davonzieht, erklärt sich Mascha Buchwald mit dem BSW-Zuschnitt ganz auf die Person Wagenknechts. „Das wirkt offenbar anziehend auf die Menschen.“ Außerdem verspreche das BSW „sehr einfache Lösungen“, die für komplexe Probleme wie etwa die Migration aber nicht funktionierten. Dasselbe praktiziere die AfD. Die in drei Landesverbänden „gesichert rechtsextrem“ eingestufte Partei könne man aber mit dem BSW nicht vergleichen, ergänzt Buchwald. Im Umfeld der Linkspartei wiederum sieht der bayerische Verfassungsschutz „mehrere offen extremistische Strukturen, die auf eine Überwindung der freiheitlichen Staats- und Gesellschaftsordnung abzielen“, etwa bei der Linksjugend.
• Gesundheitspolitik: Ziel müsse es sein, Krankenhäuser und Arztpraxen auch im ländlichen Raum zu erhalten. Das sei freilich ein komplexes Thema, räumt Buchwald ein: Um die Kliniken zu erhalten, brauche es beispielsweise mehr Personal; um dieses zu gewinnen und zu halten, seien bessere Arbeitsbedingungen nötig. Auf alle Fälle nötig sei „eine Krankenversicherung, in die alle einzahlen“, sprich: auch diejenigen, die bislang privat versichert sind.
• Schaumtorten: Unrühmliche Schlagzeilen machte die Linkspartei, weil ein auf Kreisebene aktives Mitglied eine Schaumtorte auf FDP-Chef Christian Lindner warf, als dieser in Greifswald sprach. Dazu sagt Mascha Buchwald, dass sie zwar die Wut der Frau nachvollziehen könne. Aber „die Art und Weise, dies auszudrücken, war nicht in Ordnung“, es sei „eine nicht-konstruktive Aktion“ gewesen. Aber kein „Angriff“, ergänzt sie: So eine Einstufung würde gewalttätige Attacken gegen Politiker verharmlosen, findet sie.
• Social Media: Im Gegensatz zu ihren jüngeren Geschwistern hält sich Mascha Buchwald nicht für eine „digital native“ in Sachen Social Media. Seit kurzem ist sie auf Instagram aktiv; TikTok hingegen „überlasse ich den Kolleginnen und Kollegen, die professionelle Kapazitäten dafür haben.“ Und Elon Musks Plattform X (früher Twitter)? „Mit Sicherheit nicht!“