Wohnungen im Neumarkter „Lindenkarree“ und „Stadtquartier Milchhof“ fast bezugsfertig

Klostergärten, Lindenkarree, Milchhof – durch die drei großen Bauprojekte in Neumarkts Stadtkern sind 170 neue Wohnungen auf den Markt gekommen. Trotzdem haben die Bauträger keine Probleme, die Immobilien an den Mann zu bringen. Im Gegenteil: Die Nachfrage ist weiterhin größer als das Angebot – das gilt besonders für spezielle Wohnformen.
• Klostergärten bieten „Service-Konzept“ für Senioren:
Ausgerichtet ist diese Wohnanlage vor allem auf Personen im Rentenalter. Der Investor KIB-Gruppe hat das Konzept des „Service-Wohnens“ entwickelt. Senioren wohnten selbstständig in ihrer Wohnung, könnten jedoch Leistungen der Caritas wie etwa den 24-Stunden-Notrufknopf in Anspruch nehmen, erklärt Daniela Kölbl. Sie ist Immobilienmaklerin bei Gloßner Immobilien. Das Unternehmen vermittelt die 62 Wohnungen und acht Mikroapartments mit einer Wohnfläche von 20 bis 111 Quadratmetern für die jeweiligen Eigentümer. Die 62 Wohnungen werden ausschließlich an Rentner vermittelt. Zielgruppe der acht Mikroapartments sind Studenten.
Seit die Einheiten im Frühling 2021 fertiggestellt wurden, sei die Nachfrage hoch. Kölbl geht davon aus, dass das vermutlich den Serviceleistungen zu verdanken ist. „Wir bekommen mehr Anfragen als überhaupt Wohnungen zur Verfügung stehen – und das im Wochentakt“, berichtet die Maklerin und stellt klar: „Es sind alle Wohnungen verkauft. Es ist nichts frei.“ Falls jemand ausziehe, würden sich immer schnell Nachmieter finden. Da gäbe es überhaupt keine Probleme.
„Ein Drittel der Wohnungen davon wird zudem von den Käufern selbst genutzt. Die andere zwei Drittel nutzen die Wohneinheit als Kapitalanlage und vermieten“, sagt Kölbl. Die Kaltmiete für den Quadratmeter liege bei 14 Euro. Hinzu würden etwa drei Euro Nebenkosten pro Quadratmeter kommen und 154 Euro pro Monat für die Caritas-Leistungen.
n Lindenkarree hält „guten Mix“ an Wohneinheiten bereit:
Obwohl die Wohnungen in der Freystädter Straße noch nicht einmal fertig gestellt sind, ist der Verkauf der ersten acht von 30 Wohnungen bereits vor Weihnachten abgeschlossen worden, heißt es bei Feldbusch Immobilien. Dabei sei der Andrang weder besonders hoch, noch besonders niedrig gewesen. „Diese sollen im März bezugsfertig sein“, sagt Geschäftsführer Anatolij Feldbusch von Feldbusch Immobilien. Insgesamt würden im Frühjahr 2025 30 Wohneinheiten fertiggestellt. Die kleinste Einheit hätte 36 Quadratmeter und die größte etwa 144.
„Der größte Teil wird vermietet. Es sind nur drei oder vier Eigennutzer“, berichtet Feldbusch, der zu den Mietpreisen nur so viel sagen will: „Sie sind der marktwirtschaftlichen Umgebung angepasst.“ Er erwarte eine gute Nachfrage beim Vermieten.
Der zweite Bauabschnitt des Lindenkarrees der Baufirma Fuchs steht dann ab April bereit. Dieser umfasste 22 Wohnungen, wie der Geschäftsführer von Fuchs Bau Süd Oswald Hirsch erklärt. Ab Februar starte das Bewerbungsverfahren. „Momentan sind die Wohnungen noch leer. Es hat noch keine Entscheidung gegeben“, erklärt Hirsch.
Er zeige sich für die Vermarktung aufgrund der guten Lage zuversichtlich. „Die Nachfrage ist hoch.“ Grund dafür sei vermutlich der „gute Mix“. Denn es ist „vom Singleapartment bis zur Vier-Zimmer-Wohnung alles dabei“. Ähnlich wie Feldbusch hält sich Hirsch mit preislichen Äußerungen zurück.
n Stadtquartier Milchhof umfasst zusaätzlich ein Gesundheitshaus: Das Bauprojekt „Stadtquartier Milchhof“ umfasst sechs voneinander unabhängige Häuser. Eines davon wird gewerblich genutzt, erklärt Geschäftsführer von Immobilien Kirsch& Haubner Franz-Josef Kirsch bei einem exklusiven Rundgang durch die Wohnungen.
Hier sollen Gesundheitsangebote für Jung und Alt angesiedelt werden. Darunter seien Physiotherapeuten und eine Tagespflege.
In den anderen fünf Häusern gebe es 70 Wohneinheiten, die 57 bis 162 Quadratmeter groß sind. Kirsch sagt: „Wir haben hier einen so guten Verkaufsstand, dass uns sogar Kollegen darauf ansprechen.“ Das sei am Milchhof deutlich besser gewesen als bei anderen Projekten. Ausschlaggebend dafür sei vermutlich auch hier die Lage und das Konzept.
Das erste Gebäude ist auch schon bewohnt. Die anderen vier seien dann im April, Mai und Juli bereit zum Einzug. Nur zwölf Wohnungen seien noch verfügbar. Teilweise gebe es schon Wartelisten. Manche Bewerber hätten sich schon vor zwei Jahren registriert.
Eins fällt Kirsch besonders auf: „Es sind überdurchschnittlich viele Eigennutzer.“ Die Käufer würden außerdem überwiegend aus Neumarkt, Nürnberg und dem Raum dazwischen stammen. Im Verkauf koste der Quadratmeter zwischen 5200 und 5300 Euro.



