Nicole Bauer (FDP) über ein schönes und ein belastendes Ereignis – und über die Bundeswehr

Von Martina Hutzler · 28. Januar 2025 um 05:00

Wirtschafts- und Familienpolitik sind Kernthemen der FDP-Bundestagsabgeordneten und -kandidatin Nicole Bauer. Im Gespräch mit unserer Redaktion schildert die 37-Jährige aber auch, wie sie Kind und Abgeordneten-Beruf verbindet, wie sie die Ermittlungen gegen sie bewertet und was ihr Wunsch-Ergebnis am 23. Februar wäre.

• Mutterfreuden: Im September 2022 kam Nicole Bauers Sohn Raphael auf die Welt, „mein ganzer Stolz“. Die ersten zwei Lebensjahre hat er abwechselnd Berliner Stadt- und Veldener Landluft geschnuppert, was auch dank des Rückhalts in der Fraktion gut machbar gewesen sei. Danach habe sie gemerkt, dass ihr Sohn nach einem festen Tagesablauf strebe. Den hat er nun daheim und in der Kita im heimischen Velden, wo sich in Bauers Berlin-Zeiten ihre Mutter und Großeltern um ihn kümmern.

• Rechts-Sorgen: Durchsuchungen, Ermittlungen und ein Steuerstrafverfahren gegen Nicole Bauer hatten vor zweieinhalb Jahren für Aufsehen gesorgt, ihre politische Immunität war zeitweise aufgehoben. Der Vorwurf bestand nach ihren Worten „im Wesentlichen“ darin, bei der Vermietung einer Wohnung an ihren Ex-Freund „eine zu geringe Miete veranschlagt“ zu haben. Dies wirkt sich im Steuerrecht auf Werbungskosten-Regeln aus. Der Verstoß sei ihr „aus Unwissenheit“ passiert – „aber das schützt nicht vor Strafe“, die sie deshalb akzeptiert habe. Bauer ergänzt, „dass ich gegenüber den Finanzbehörden, vertreten und beraten durch meinen Steuerberater, keine falschen Erklärungen abgegeben, also nicht getäuscht habe.“ Das Verfahren endete mit Strafbefehl und Bußgeld .

• Verteidigung: „Ein Land, das wirtschaftlich stark sein möchte, muss sich auch verteidigen können“, deshalb seien höhere Investitionen in die militärische Abwehr unabdingbar. Diese Erkenntnis in Deutschland und EU-weit resultiere aus dem Ukraine-Krieg.

• Wahl-Wunsch: „Ich wünsche mir eine bürgerliche Regierung – idealerweise reicht es für Schwarz-Gelb“. Entsprechend hofft sie für die FDP auf „6 + X“ Prozent, am besten zweistellig.