Haftbefehl gegen 35-Jährigen wegen zweifachen versuchten Mordes erlassen

Die Verfolgungsfahrt eines 35-Jährigen, der sich am Sonntagvormittag bei Madersdorf seiner Kontrolle durch die Beamten der Polizei Bad Kötzting entziehen wollte, könnte ein übles Nachspiel haben: Am Montag wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen, und zwar wegen versuchten Mordes.
Die Ermittlungsrichterin des Regensburger Amtsgerichts sah sogar einen dringenden Tatverdacht in zwei Fällen, und die im Zusammenhang mit einer Vielzahl weitere Vorwürfe. Fakt ist: Dem 35-Jährigen droht, sollte die Staatsanwaltschaft auch versuchten Mord anklagen und der Mann deshalb verurteilt werden, eine lebenslängliche Haftstrafe.
Ebenfalls bekannt wurde am Montag, dass der Transporter, mit dem sich der 35-Jährige am Sonntag eine wilde Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert hatte, nicht sein eigenes Fahrzeug gewesen war. Es soll sich um einen Firmenwagen gehandelt haben, weshalb ihm hier womöglich auch noch Schadenersatzforderungen des Arbeitgebers drohen könnten.
Zum aktuellen Ermittlungsstand teilte die Kriminalpolizei Regensburg am Montagnachmittag mit, dass „die rücksichtslose Fahrweise des 35-jährigen Tatverdächtigen während der Verfolgungsfahrt am 26. Januar zu mehreren gefährlichen Situationen für andere Verkehrsteilnehmer führte. Insbesondere auf der Staatsstraße 2140 und in der Ortsdurchfahrt von Rimbach mussten unbeteiligte Fahrer stark abbremsen oder ausweichen, um eine Kollision zu vermeiden. Diese riskanten Manöver stellen eine erhebliche Gefährdung für die öffentliche Sicherheit dar“. Zudem belaufe sich der Sachschaden an den beiden Fahrzeugen der Polizei auf einen „hohen fünfstelligen Betrag“. Die Kriminalpolizei Regensburg bittet weiterhin Zeugen oder Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Mannes gefährdet oder geschädigt wurden, sich unter der Telefonnummer (0941) 5 06 28 88 bei der Kripo oder bei jeder anderen Polizeiinspektion zu melden.