Verfolgungsjagd bei Rimbach: Autofahrer (35) kollidiert auf Flucht mit zwei Polizeiautos

Von Mittelbayerische Zeitung · 26. Januar 2025 um 17:34

Statt sich einer Verkehrskontrolle zu unterziehen, ist ein 35-jähriger Autofahrer bei Rimbach (Landkreis Cham) vor der Polizei geflüchtet und hat dabei mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Erst nach zwei Kollisionen mit Polizeiautos war die Verfolgungsjagd vorbei.

Am Sonntag, 26. Januar, führte eine uniformierte Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Bad Kötzting um 10.50 Uhr eine allgemeine Verkehrskontrolle bei Madersdorf in Fahrtrichtung Furth im Wald durch. Im Rahmen dieser Kontrolle kam es zu einem Vorfall, der in eine Verfolgungsfahrt mit mehrfacher Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer mündete, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz in einer Mitteilung bekanntgibt.

Bei dem kontrollierten Fahrer eines Kleintransporters hätten sich drogentypische Auffälligkeiten gezeigt. Als die Beamten den Mann angewiesen hätten, zur Sicherheit des übrigen Verkehrs in die Kontrollstelle einzufahren, habe der Mann unvermittelt Gas gegeben und sei in Richtung Furth im Wald weitergefahren, woraus sich eine Verfolgungsfahrt entwickelt habe.

Mann drängt Polizeiauto von Straße

Die Verfolgung führte nach Auskunft der Polizei über die Staatsstraße 2140 bei Madersdorf, wo der 35-Jährige angehalten worden war. Der Tatverdächtige sei mehrfach auf die Gegenfahrbahn geraten, wodurch es zu gefährlichen Situationen für den Gegenverkehr gekommen sei. Die Fahrt sei weiter bis nach Schwarzenberg gegangen, wo der Fahrer gewendet habe und und wieder in seine Ursprungsrichtung zurückgefahren sei. Bei Schwarzenberg habe der 35-Jährige das Polizeifahrzeug während eines Überholmanövers von der Straße gedrängt, wobei der Streifenwagen weiterhin fahrbereit geblieben sei.

Obwohl sein eigenes Fahrzeug dabei massiv beschädigt wurde, habe der Tatverdächtige seine Fahrt fortgesetzt und dabei erneut mehrfach den Gegenverkehr gefährdet, insbesondere im Bereich der Staatsstraße 2140 und der Ortsdurchfahrt von Rimbach. Unbeteiligte Fahrzeuge hätten stark abbremsen oder ausweichen müssen, um Kollisionen zu vermeiden, heißt es im Bericht des Polizeipräsidiums. Schließlich sei es zu einer erneuten Kollision mit einem Polizeifahrzeug gekommen, wodurch der Mann in Rimbach zum Stillstand habe gebracht werden können.

Flüchtiger war wohl ohne Fahrerlaubnis unterwegs

Der 35-jährige Fahrer des flüchtenden Fahrzeugs sei nach derzeitigem Ermittlungsstand ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs gewesen und habe vermutlich unter Drogeneinfluss gestanden, eine Blutentnahme wurde durchgeführt. Aufgrund der Schwere der im Raume stehenden Delikte wurde der Mann in Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg vorläufig festgenommen. Am Montag soll darüber entschieden werden, ob Haftantrag gestellt wird. Alle beteiligten Polizeibeamten und der Fahrer blieben unverletzt.

Die Polizeiinspektion Bad Kötzting bittet Zeugen des Vorfalls sowie Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Mannes gefährdet wurden, sich zu melden. Hinweise werden unter der Telefonnummer (0 99 41) 9 43 10 entgegengenommen.