Flexi-Haus in der Daimlerstraße: Regensburger Bauausschuss vertagt Beschluss

Der Bauausschuss des Stadtrats hat am Dienstag einstimmig entschieden, den technischen Beschluss für das Flexi-Haus für Obdachlose im leerstehenden Ex-Divisionsgebäude in der Daimlerstraße zu vertagen.
Zuvor hatte eine Mehrheit signalisiert, den Vorschlag von Sozial-Bürgermeisterin Astrid Freudenstein (CSU) andernfalls abzulehnen. Vor allem, dass der Bauausschuss vor dem fachlich zuständigen Sozialausschuss über das Thema beraten sollte, sorgte für Ärger bei Stadträten.
Bemerkenswert war, dass auch die SPD ihren Widerstand ankündigte. Dabei setzt SPD-Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer die Themen auf die Tagesordnung. SPD-Stadtrat Klaus Rappert allerdings trug vor, seine Fraktion halte die Gemeinschaftsküchen und -sanitäranlagen im Flexi-Haus-Plan für „weder würdig noch sinnvoll“. Auch Wiebke Richter (Grüne) zeigte sich „nicht überzeugt“ von dem Konzept. Die Beratungsreihenfolge sei „sehr merkwürdig“. Brücke-Fraktionschef Joachim Wolbergs nannte sie „erbärmlich“ und forderte von Bürgermeister Ludwig Artinger (FW) als Sitzungsleiter: „Sie müssen die Vorlage heute absetzen.“ Artinger sagte, er teile die Bedenken bezüglich der Reihenfolge, sei aber in einem Loyalitätskonflikt. Da sich auch die CSU zur Vertagung bereiterklärte, kam es dazu.