Explosion bei Bayernoil: Einsatzkräfte auch am Wochenende noch gefordert

Von Antonia Zuruev · 19. Januar 2025 um 15:30

Nach der schweren Explosion in der Bayernoil-Raffinerie in Neustadt a.d. Donau (Landkreis Kelheim) sicherten Feuerwehr und THW am Wochenende eine beschädigte Kolonne. Während die Lage nun unter Kontrolle ist, dauern die Ermittlungen zur Unglücksursache weiter an.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag erschütterte eine Explosion die Bayernoil-Raffinerie in Neustadt a.d. Donau. Der Vorfall, der eine massive Druckwelle auslöste und die Umgebung in helles Licht tauchte, beschäftigte über 400 Feuerwehrkräfte und zahlreiche THW-Einheiten. Mittlerweile sind die Löscharbeiten und Sicherungsmaßnahmen abgeschlossen.

Jürgen Bucher, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt, berichtete am Sonntag über die Arbeiten an einem schwer beschädigten Teil – einer sogenannten Kolonne – die durch die Explosion stark in Mitleidenschaft gezogen worden war. Einsatzkräfte des THW aus Berchtesgaden, Freising und Kelheim unterstützten am Wochenende die Feuerwehr, um diese abzustützen und ein Einknicken zu verhindern.

Holzgerüst kam zum Einsatz

Dabei kam laut Bucher, ähnlich wie nach der Explosion in der Vohburger Bayernoil-Raffinerie 2018, eine Art Holzgerüst zum Einsatz. Zudem seien mit Hilfe von Drehleitern Reflektoren für ein Messsystem angebracht worden, um die Stabilität der Kolonne zu überwachen. Die Arbeiten seien für die Einsatzkräfte äußerst fordernd gewesen. „Einmal 20 Stunden und einmal 18 Stunden“, schilderte Bucher die langen Schichten, die für den Abschluss der Sicherungsmaßnahmen notwendig waren. „Die Situation ist nun unter Kontrolle, und die Kolonne ist gesichert“, erklärte er.

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Wie Bürgermeister Thomas Memmel am Sonntag mitteilte, ist die Stimmung in der Bevölkerung trotz des Vorfalls weitgehend entspannt: „Natürlich gibt es großes Interesse, aber Ängste oder Sorgen der Bürger sind mir nicht bekannt.“

Stefan Fischer vom Polizeipräsidium Niederbayern teilte mit, dass es derzeit keine neuen Erkenntnisse zu den Ermittlungen gebe: „Die Ermittlungen laufen weiter und dauern an.“ Die groben Geschehensabläufe seien bereits skizziert, doch müssten die technischen Aspekte noch detailliert untersucht werden.