Regensburger Spiele-Entwickler Cipsoft bleibt weiterhin auf Erfolgskurs

Von Franziska Mahler · 20. Januar 2025 um 05:00

Die Games-Unternehmen haben Bayern zum besten Standort Deutschlands gewählt. Auch der Regensburger Spiele-Entwickler Cipsoft hat an der Umfrage teilgenommen. Die Firma blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und plant neue Investitionen.

„Das Ergebnis spiegelt die politische Unterstützung für die Spielentwicklung in Bayern wider“, sagt Stephan Vogler, einer der Gründer und Geschäftsführer von Cipsoft. 2023 stellte die bayerische Landesregierung nach Angaben des Branchenverbands game Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 3,3 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem eröffneten Games-Hub „Die Gamerei“ in München, der mit 560.000 Euro gefördert wird, dem „Level Up“-Accelerator-Programm und dem Gaming-Event „GG Bavaria“ unterstützt die Landesregierung die Unternehmen am Standort zusätzlich, heißt es in der Pressemitteilung.

In Regensburg sei eine engagierte Szene aus unanhängigen Entwicklern entstanden, berichtet Vogler. Und durch die Hochschulen in und um Regensburg mangle es nicht an Fachkräften. „Wir schätzen die Infrastruktur, die es hier gibt.“

Für Cipsoft war 2023 ein Rekordjahr

2023 erreichte Cipsoft ein Rekord-Gewinn, wodurch die Mitarbeiter mehr als zehn zusätzliche Monatsgehälter erhielten. Auch 2024 sei – entgegen des Branchentrends − ein erfolgreiches Jahr gewesen. Durch die Unabhängigkeit als Unternehmen und den langfristigen Erfolg von Online-Games wie Tibia sowie der direkten Vermarktung an Kunden aus der ganzen Welt, sei die wirtschaftliche Lage sehr komfortabel, so Vogler. „Noch nie haben mehr Menschen bei Cipsoft gearbeitet als heute.“

Deshalb blickt das Unternehmen auch optimistisch in die Zukunft – und will in Regensburg weitere Stellen schaffen, kündigt Vogler an. Doch so gut wie Cipsoft geht es nicht allen Entwicklerfirmen. Die Branche kämpfe mit einem hohen Zinsumfeld, das es insbesondere für kleinere Entwickler schwierig macht, ihr nächstes Spiel finanziert zu bekommen.

Investoren hätten sich stark zurückgezogen, viele Mitarbeiter wurden entlassen und Studios geschlossen. Vogler hofft, dass die Wahlen im Februar Klarheit über die Gamesförderung auf Bundesebene bringen.

Stephan Vogler ist einer der Gründer und Geschäftsführer von Cipsoft. Foto: Chipsoft