Sechs engagierte Bürger beim Neujahrsempfang der Stadt Nittenau ausgezeichnet

Von Cornelia Lorenz · 19. Januar 2025 um 15:00

Ohne Menschen, die bereit sind, sich uneigennützig für die Gemeinschaft zu engagieren, geht es nicht: Das war die Botschaft, die Bürgermeister Benjamin Boml (FW) beim Neujahrsempfang der Stadt Nittenau am Freitag, 17. Januar, vermittelte. Er zeichnete sechs außergewöhnlich rührige Nittenauer aus.

Pfarrer Adolf Schöls hat in Nittenau tiefe Spuren hinterlassen

Der ehemalige Stadtpfarrer bekam die Bürgermedaille in Silber verliehen. In seiner Amtszeit von 2012 bis 2023 habe er „geistliche Akzente gesetzt, die weit über die Mauern der Kirche hinausreichen“, sagte Boml. Er erinnerte an eine Reihe von Projekten, die Schöls initiiert und begleitet habe, zum Beispiel den Neubau des Pfarrhofs und des Pfarrheims. Auch der Kirchturm sei unter seiner Leitung saniert worden, ebenso der Innenraum der Kirche in Fischbach. Boml lobte außerdem Schöls’ Dienst bei der FF Nittenau. „Als Stadtpfarrer und zugleich aktiver Feuerwehrmann zeigte er uns allen, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen“.

Franz Schuierer ist eine Schlüsselfigur bei der FF Bergham

Er habe „eine beeindruckende Laufbahn“ absolviert, erklärte der Rathauschef und überreichte Schuierer die Bürgermedaille in Silber. Schon 1995 habe er das Amt des stellvertretenden Kommandanten übernommen und nur wenige Jahre später auch die Position des Kommandanten, und zwar „für unglaubliche 24 Jahre“.

Unter Schuierers Führung sei die FF Bergham stetig gewachsen. Die Kinderfeuerwehr „Löschdrachen“ sei ins Leben gerufen und die Ausstattung verbessert und erweitert worden. „Franz Schuierer wusste es, die Kameradschaft zu fördern, das Vertrauen zu stärken und die Feuerwehr zu einer der zuverlässigsten und besten im Landkreis zu machen“, lobte der Bürgermeister. Seit 2020 bekleidet Schuierer das Amt des Vorsitzenden der Wehr und hat auch in dieser Funktion eine Schlüsselrolle übernommen. „Er war und ist ein Mensch, der niemals nach Anerkennung strebt, sondern stets darum bemüht ist, andere zu unterstützen“, lobte Boml.

Otto Storbeck stellt das Gemeinwohl über alles

Auch der langjährige FW-Stadtrat Otto Storbeck freute sich über die Bürgermedaille in Silber. Von 2002 bis 2017 war er im Gremium vertreten, davon auch über zwölf Jahre als zweiter Bürgermeister.Besonders hervorzuheben sei „seine klare Führung und sein stets lösungsorientiertes Handeln“, sagte Boml.

Darüber hinaus war Storbeck von 2010 bis 2024 Vorsitzender der Jägervereinigung Nittenau. Dies zeuge von seinem „tiefen Engagement und seiner Liebe zur Natur“. Doch auch in vielen weiteren Vereinen habe er mitgewirkt, zum Beispiel als Vorsitzender im Schulförderverein oder als Mitglied beim FC Bergham, beim Städtepartnerschaftsverein, im TSV und in der Verkehrswacht. Diese Vielseitigkeit zeige, dass Storbeck das Gemeinwohl über alles stelle, so Boml.

Bruno Wagner ist ein wahrer Kulturförderer

Von 2002 bis 2014 war er für die SPD Mitglied im Stadtrat. Nun erhielt er ebenfalls die Bürgermedaille in Silber. Boml sprach auch Wagners langjährige Arbeit im Vorstand des Städtepartnerschaftsvereins an. Zudem habe er sich als Mitglied im Vorstand des SPD-Ortsvereins und als aktives Mitglied der Vorstandschaft des Volksbildungswerkes verdient gemacht.

Ebenso habe sich Wagner in der Kunstakademie Losert engagiert und so dazu beigetragen, dass Kunst und Kultur nicht nur bewahrt, sondern auch gefördert werden. In diesem Rahmen war Wagner laut Boml nicht nur als Unterstützer von Ausstellungen und Konzerten tätig, sondern auch als Künstler.

Rudolf Link ist für den Schützenverein Edelweiß unverzichtbar

Er erhielt deshalb die Bürgermedaille in Gold. Seit 1983 ist er ein fester Bestandteil des Schützenvereins , Über 40 Jahre hinweg habe er als Schützenmeister eine maßgebliche Rolle gespielt und den Verein kontinuierlich vorangebracht, lobte Boml.

Im Jahr 2002 trat Link als Nachrücker für die CSU in den Stadtrat ein und war hier bis 2008 tätig. Sein Engagement in der Kommunalpolitik und im Vereinsleben zeuge von einer tiefen Verbundenheit zu Bergham und Nittenau. „In all seinen Tätigkeiten war er ein verlässlicher Partner, der stets mit Weitsicht und Verantwortung entschied, um das Leben in unserer Stadt positiv zu beeinflussen“, sagte Boml. Neben seiner Tätigkeit im Schützenverein und im Stadtrat ist Link auch Mitglied bei zahlreichen weiteren Vereinen.

Werner Weindler ist ein Mann der Tat

Er freute sich über die Bürgermedaille in Gold. Boml dankte ihm für seine „herausragenden Verdienste“ in der Kolpingsfamilie , in der Pfarrei und für die Grund- und Mittelschule“. Weindler sei ein Mensch der Tat und seit 50 Jahren Mitglied der Kolpingsfamilie, davon 30 Jahre als Vorsitzender. Um zahlreiche weltliche und kirchliche Aktionen habe er sich verdient gemacht – zum Beispiel um das Fastensuppenessen, Wanderungen und Ausflüge. Besonders hervorzuheben sei die Organisation der alljährlichen Altkleidersammlung sowie der Nikolausaktion. Ein „weiteres großartiges Engagement“ Weindlers sei die Kolping-Kleiderkammer in Nittenau, die am 14. Februar ihr elfjähriges Bestehen feiern kann.

Ein großes Dankeschön für alle Ehrenamtlichen

Bürgermeister Boml erklärte, die Geehrten seien „unsichtbare Helden“, deren Arbeit nicht immer im Vordergrund stehe, doch jeder einzelne trage dazu bei, die vielen Herausforderungen zu bewältigen. „Wir sind als Stadt in der Lage, mit all unseren Ressourcen, unserer Kreativität und unserem unerschütterlichen Willen unseren Kurs auf eine erfolgreiche Zukunft fortzusetzen“, sagte er.

Stellvertretender Landrat Richard Tischler (FW) sagte, Ehrenamtliche seien die Stütze der Gesellschaft. Er rief dazu auf, sich auch künftig für die Gemeinschaft stark zu machen und sich angesichts der Kommunalwahl 2026 für die Mitarbeit in Stadt- und Gemeinderäten bereit zu erklären.

Auch das Goldene Buch lag bereit: Franz Schuierer und die anderen Geehrten trugen sich ein. Foto: Cornelia Lorenz
Rathauschef Benjamin Boml (l.) würdigte den vorbildlichen Einsatz von (v. l.) Franz Schuierer, Werner Weindler, Rudolf Link, Bruno Wagner, Otto Storbeck und Adolf Schöls. Foto: Cornelia Lorenz