Nach monatelanger Suche: Schwimmbadcafé in Wackersdorf hat einen neuen Wirt

Das lange Warten hat ein Ende. Im Wackersdorfer Schwimmbadcafé (Landkreis Schwandorf) kehrt wieder Leben ein. Kostas Oikonomou übernimmt das beliebte Lokal samt Kiosk im benachbarten Freibad. Er will die Gäste mit der Küche seiner Heimat Griechenland überzeugen.
Erfahrung als Gastronom hat der 45-Jährige nach eigenen Angaben bereits en masse. „Ich habe eigentlich mein Leben lang als Kellner gearbeitet“, sagt er. Seit acht Jahren ist der Grieche mittlerweile in Deutschland. Und auch hier war er immer in der Gastro aktiv – auch bei zwei Adressen im Landkreis Schwandorf.
Klassiker von Souvlaki bis Kalamari sollen auf der Speisekarte stehen
Anfang März will er nun mit dem Schwimmbadcafé durchstarten. „Ich hoffe, dass alles gut geht. Auch wenn die Gastronomie gerade nicht so rosige Zeiten durchlebt“, sagt Oikonomou. Ein kleines Team hat er bereits um sich geschart und kann es kaum erwarten, sich in Wackersdorf ein neues Standbein zu schaffen.
Punkten will der neue Wirt mit griechischen Klassikern wie Souvlaki, Gyros oder Kalamari. „Weil wir auch den Schwimmbadkiosk mitbetreiben, kann sich die Speisekarte aber natürlich noch ein bisschen mischen“, sagt der 45-Jährige und denkt dabei auch an Schnitzel oder Currywurst.
Martin Sperger, Chef des TV Wackersdorf, ist zuversichtlich, dass die Vereinsgaststätte bei dem neuen Wirt in guten Händen ist. „Er ist ein positiver, herzlicher Mensch und kann sehr gut mit Leuten“, so Sperger. Aus dem Vorsitzenden spricht die Erleichterung. Seit Oktober vergangenen Jahres steht die Vereinsgaststätte leer, nachdem die vorherige Wirtin Tanja Mazur überraschend das Handtuch geworfen hatte.
Suche nach Nachfolger war schwieriger als gedacht
Eigentlich war Sperger zuversichtlich, für das Schwimmbadcafé schon bald darauf einen neuen Pächter verkünden zu können. „Wir haben wirklich viel investiert und das Lokal hat viel zu bieten“, so Sperger. Doch er sollte eines Besseren belehrt werden. „Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Suche so schwierig gestaltet.“ Es hätten sich zwar schnell an die 15 Interessenten gefunden, teilweise sei man bei den Verhandlungen schon sehr weit gewesen. „Doch letztendlich hat es einfach nicht gepasst“, erinnert sich der Vorsitzende.
Das alles ist nun aber Schnee von gestern. Die Tinte auf dem neuen Pachtvertrag ist getrocknet, das Schwimmbadcafé hat wieder einen Wirt. „Ich wünsche ihm alles Gute. Er hat hier bestmögliche Chancen, erfolgreich zu sein“, sagt Sperger.
Auch Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter (CSU) hat die positiven Neuigkeiten in seiner Gemeinde natürlich längst erfahren. „Ich freue mich sehr über die Nachfolge – nicht nur, weil die lange Suche damit ein Ende gefunden hat“, sagt er. Der Rathauschef ist überzeugt, dass der Pächter das gastronomische Angebot in Wackersdorf bereichern wird. „Selbstverständlich ist die Lösung auch eine gute Nachricht für unser Panoramabad: Unseren Gästen steht zum Saisonstart wieder ein Kiosk zur Verfügung.“