Halb Schwandorf suchte eine Woche nach Hund Cookie – Nun gibt es ein Happy End

Cookie, ein junger Mischlingsrüde, hat für einiges Aufsehen gesorgt. Er war seit 8. Januar bei klirrender Kälte auf der Flucht. Nun sind der Hund und sein Frauchen wieder vereint. Mitarbeiter der Firma Zinnbauer konnten am Mittwoch eine nervenaufreibende Suchaktion beenden, die zuvor viele Menschen bewegt hatte.
Alles begann spät abends am 8. Januar. Lena Feller wollte vorm Bettgehen mit Cookie noch eine kleine Runde in Büchelkühn gehen. Doch plötzlich rutschte die 26 Jahre alte Bürokauffrau aus und Cookie sprintete davon. „Wir haben sofort mit der Suche begonnen. Aber Cookie war verschwunden“, berichtet Lena Feller.
Es folgten nervenaufreibende Tage. „Es war schrecklich für mich. Ich habe schlecht geschlafen“, sagt die 26-Jährige. Mal wurde Cookie beim Müllkraftwerk gesehen, kurze Zeit später lief er die Libourne-Allee entlang, dann tauchte er plötzlich bei der Kirche in Ettmannsdorf auf und entlang der Naab wurde er auch gesichtet. In den sozialen Medien wurde Cookie zu einer kleinen Berühmtheit. In verschiedenen Gruppen wurde über den Mischlingsrüden und seinen neuesten Standort geschrieben. Und nicht wenige Bürger beteiligten sich an seiner Suche.
Von Bulgarien in den Landkreis Schwandorf
Cookie ist übrigens neu in Schwandorf. Am 5. Januar holte ihn Lena Feller in Schwarzhofen ab. Dort hatte man ihn aufgepäppelt, nachdem er von Tierschützern in Bulgarien aufgegriffen worden war.
Am Dienstag, also knapp eine Woche nach seiner Flucht, wäre Cookie dann fast geschnappt gewesen. Der Außendienst des Ordnungsamtes und die Feuerwehr Schwandorf hatten zusammengeholfen. Sie kamen dem Hund ganz nah. Doch Cookie war schneller und wieder verschwunden und wurde den ganzen Tag nicht mehr gesehen.
Es sollte Cookies letzter Tag in freier Wildbahn bleiben. Denn am Mittwochmorgen griff Spenglermeister Erwin Zechmann von der Firma Zinnbauer beherzt zu und konnte den Hund in der Nähe des Betriebsgeländes an der Bellstraße stellen. „Er war ängstlich und hat müde gewirkt“, so Zechmann. Wenig später holte sein Frauchen Cookie ab. „Ich bin sehr glücklich und dankbar“, sagt Lena Feller. Es sei schön gewesen, dass sich so viele Menschen an der Suche nach ihrem Hund beteiligt haben.
Cookie soll von einem Tierarzt untersucht werden
Dem Mischlingsrüden geht es augenscheinlich gut. Er erholt sich nun im Warmen in Büchelkühn von seiner Flucht. Viele Leckerlis und Streicheleinheiten würde der Hund nun bekommen.
Und damit er sich auch wirklich gut aufwärmt, packt ihn Lena Feller immer wieder in eine Heizdecke. Auch zum Tierarzt will sie mit dem Vierbeiner noch gehen, um ihn gründlich durchchecken zu lassen. Und in die Hundeschule, da soll Cookie auch hin. „Unbedingt“, sagt sein Frauchen.