In den Felsenkellern in Furth im Wald werden Lichtkunstobjekte installiert

Sie sind für Furth im Wald Werbeträger, Aushängeschild und hohes touristisches Gut: Die Freizeitbetriebe vor Ort, die in ihrer Art wohl einmalig sind. Deshalb die Frage: Was tut sich heuer im Wildgarten, bei Flederwisch und am Steinbruchsee?
Der Wildgarten befindet sich praktisch noch im Winterschlaf, verrät sein Besitzer Uli Stöckerl. Viel Neues soll dort in 2025 auch nicht passieren.
„Wir sind mit den Routinearbeiten beschäftigt“, sagt er und meint damit beispielsweise das Reparieren von Bänken und verschiedene Holzarbeiten. Das Hauptaugenmerk liegt heuer – wie sollte es auch anders sein – auf der Landesgartenschau, die am 22. Mai beginnt.
Inspirierende Aussichten
Dort haben er und die Familie Schüler von der Erlebniswelt Flederwisch einen ganz besonderen Garten angelegt, der noch nicht vollkommen fertig ist. „Wir können erst weitermachen, wenn die Arbeiten am Loop abgeschlossen sind“, sagt Stöckerl.
Dann soll unter anderem noch das 3,50 Meter breite Eingangsportal fertiggestellt werden. Rolf Schüler beschreibt, wie es aussehen wird. Auf der einen Seite wird Stöckerl mit Weideästen dekorieren, auf der anderen zieren Blechschuppen und Glassteine das Objekt. Damit wird die gesamte Zweiteilung des Gartens aufgenommen. Geht man am Eingang links herum, liegen scheinbar achtlos hingeworfene Baumstämme und Felsbrocken, seltsame Masken blicken den Besucher an. Es gibt eine große Bank davor, eine große Steintischplatte, in die „Göttersitz“ eingraviert ist. Ein weiterer Höhepunkt des ersten Teils ist der Holzsteg, der am Ufer der beiden Chamb-Arme steht und den beruhigenden und gleichzeitig inspirierenden Blick über den Fluss ermöglicht.
Geht man weiter, ändert sich das Bild komplett. Eisen liegt herum, die Natur ist rauer, geradezu feindselig, es weht ein Hauch von Apokalypse über der Szenerie. Wer Flederwisch kennt, der weiß sofort: Ganz klar die Handschrift der Familie Schüler. „Wir wollen zeigen, wie die Zukunft aussieht, wenn wir Menschen uns nicht ändern“, so Rolf Schüler. Ihm ist klar, dass viele mit einem Kopfschütteln durch den Schattengarten gehen werden, weil er so ganz anders ist, wie man das von einem Gartenschaubeitrag erwartet. „Wir sind auch schon häufig darauf angesprochen worden.“ Aber genau das ist gewollt. Schöne Gärten könnten die Kollegen der anderen Beiträge machen. „Wenn wir etwas machen, dann soll es die Leute zum Denken anregen“, sagt Schüler und ergänzt: „Wenn sie nur rein- und vorübergehen, ist uns das zu wenig.“ Bis zur Eröffnung im Mai wird der Schattengarten neben der Fertigstellung des Eingangsbereiches auch noch um einige weitere Objekte ergänzt.
Doch Rolf Schüler hat noch einiges mehr vor. Über ein Projekt, das er derzeit plant, und bei dem auch schon die ersten Handgriffe getan sind, mag er noch nicht reden. Aber über eine Aktion in den Felsengängen in der Kramerstraße, die er zusammen mit Wildgartenchef Stöckerl betreibt, schon. Bis zum Start der Landesgartenschau soll dort eine Ausstellung mit Lichtkunstobjekten geschaffen werden. Derzeit laufen die konkreten Planungen.
Tierfreigehege wird größer
Auch am Steinbruchsee bleibt die Zeit nicht stehen. Juniorchef Florian Deglmann sagt, dass am Haus und an den Zimmern immer etwas zu tun ist. Sein Vater Alfons plant gerade die Vergrößerung des Museums, und auch das Tierfreigehege soll noch einmal vergrößert werden. Das sei allerdings ohnehin Normalität, „das passiert so rund alle fünf Jahre“, sagt Florian Deglmann und ergänzt: „Ich glaube, die Größe des Freigeheges hat sich in den letzten 20 Jahren verdreifacht.“

