In Siegenburg endet eine Großbaustelle 2025 endgültig

Von Wolfgang Abeltshauser · 10. Januar 2025 um 11:00

Zwei Jahre lang war die Erweiterung der Herzog-Albrecht-Schule die wichtigste Baustelle im Markt Siegenburg. Letzte Arbeiten an den Außenanlagen am Neubau wurden im Vorjahr erledigt. Zu tun gibt es immer noch etwas.

Als nach Ostern 2024 die neue Mensa der Herzog-Albrecht-Schule in Siegenburg in Betrieb ging, war das zentrale Ziel der Baumaßnahme an der Einrichtung endgültig erreicht. In den vergangenen zwei Jahren wurde ein dreistöckiger Anbau an das bisherige Schulgebäude geschaffen, um dazu auch noch eigene Räume für die Ganztagsbetreuung zu schaffen.

Aber die Arbeiten gehen trotzdem weiter. Nach wie vor ist es laut Bürgermeister Johann Bergermeier für die Pädagogen im Lehrerzimmer eng. Und der Hausmeister hat keinen sinnvollen Arbeitszimmer. Da aber im Neubau Funktionsräume geschaffen worden sind, werde der alte Physiksaal im Bestandsgebäude nicht mehr benötigt. Dort wird umgebaut, um den notwendigen Platz zu schaffen. Außerdem sei vorgesehen, einen eigenen Besprechungsraum zu schaffen, in dem Lehrer sich mit Eltern austauschen können.

Und dann erhält die Schule noch zwei Bibliotheksräume. Laut Bürgermeister gibt es dafür sogar Fördergelder vom Staat. „Eine Bücherei gab es bisher in der Herzog-Albrecht-Schule noch nicht“, räumt der Rathauschef ein. Sie werde jetzt möglich, nachdem die alten Mensaräume im Keller des alten Schulgebäudes nicht mehr benötigt werden. Sie sollen entsprechend gestaltet werden. Außerdem soll an den Fenstern der Südfassade Sonnenschutz angebracht werden.

Arbeiten bis in den August

Erste Arbeiten für den Umbau haben laut Bergermeier bereits begonnen. Er geht davon aus, dass die Zimmerer-Arbeiten bis ins Frühjahr dauern werden. Der Sonnenschutz wird demnach in zwei Stufen installiert. In den Oster- und

Pfingstferien werden die Stromleitungen in den Schulräumen verlegt und in den großen Ferien an der Südseite der Sonnenschutz angebracht.

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Der Plan ist, die komplette Maßnahme im August abzuschließen. Danach ist dann eine mehrjährige Großbaustelle endgültig zum Abschluss gekommen.

Für knapp acht Millionen Euro entstanden seit Frühjahr 2021 eine Mensa in notwendiger Größe, Fachräume und viel Platz für die Ganztagsbetreuung. Rund drei Millionen Euro davon gab es laut Rathauschef als Zuschuss. Ganz glatt ist es auf der Baustelle nicht immer gelaufen. Schulleiter Franz Hottner berichtete während der Bauzeit von Lieferschwierigkeiten – etwa beim Dämmmaterial.

Bauhof musste aushelfen

Im Winter 2021/22 mussten sogar Kräfte des Bauhofs anrücken, um den Rohbau provisorisch zu verschließen. Die Fenster für die Außenfassade wurden nicht termingerecht geliefert.

Zentraler Punkt der Maßnahme war die Mensa, die im Erdgeschoss des Neubaus entstanden ist. Eine große Glasfront lässt viel Sonnenlicht in den Raum. 250 Schülerinnen und Schüler können mittlerweile dort verpflegt werden. Früher geschah das laut Hottner in mehreren Räumen im alten Schulgebäude.

Früher wurde die Ganztagsbetreuung nachmittags in mehreren Klassenräumen im Altbau organisiert. Im Erdgeschoss und im ersten Stock des Neubaus gibt es insgesamt acht Räume, die nur dafür genutzt werden.

Das ist mittlerweile die Vorgabe des Gesetzgebers. Immerhin werden derzeit über hundert Schülerinnen und Schüler auf diese Weise betreut. Dazu entstanden darin mehrere neue Fachräume – unter anderem ein Physik- und ein Musiksaal.

IM alten Gebäude stehen noch Arbeiten an.