Kommentar zu den Gegnern der Windräder bei Nittenau: Sorgen muss man ernst nehmen

Von Cornelia Lorenz · 9. Januar 2025 um 17:00

Nicht jeder Standort, für den die Gesetzeslage Windräder zulässt, ist am Ende auch tatsächlich geeignet und rentabel. Die Argumente von Bürgern, die sich um ihre Heimat sorgen, müssen Gehör finden, komentiert Redakteurin Cornelia Lorenz.

Es gibt mittlerweile nur noch wenige Menschen, die den Klimawandel nicht ernst nehmen. Gehört man als Gegner von Windrädern in Sicht- und Hörweite vor der eigenen Haustür automatisch dazu? Nein. Die Mitglieder des neuen Vereins müssen sich zwar sicherlich kritische Nachfragen zu ihren Motiven gefallen lassen. Gleichzeitig ist es wichtig, sich mit ihren Argumenten auseinanderzusetzen. So nötig der Bau neuer Windkraftanlagen vielerorts ist: Kritik an konkreten Projekten darf weiterhin sein und muss ernst genommen werden, auch wenn es pressiert in Sachen Energiewende.

Bürger, die aus guten Gründen protestieren – und damit ist nicht der Ärger über eine verschandelte Aussicht von der eigenen Terrasse aus gemeint – müssen mit ihren Befürchtungen Gehör finden. Zwar mag die Gesetzeslage mittlerweile Windrad-Standorte hergeben, die in der Vergangenheit noch absolut tabu waren. Doch längst nicht alles, was nun theoretisch erlaubt und möglich ist, wird sich am Ende auch in der Praxis als richtig und rentabel erweisen.

Dieser Text gehört zu folgendem Haupttext: Neuer Verein kämpft gegen Windräder bei Nittenau – Sorge um die Natur im Regental ist groß