Nach 35.000 Unterschriften: Plattform löscht Petition gegen Regensburger Kaufhof-Pläne

Die angeblichen Investoren-Pläne für den Kaufhof erhitzen weiterhin die Gemüter. Seit dem Wochenende wurde die Petition eines Regensburgers tausendfach geteilt – sie richtete sich gegen das Vorhaben der Investoren. Am Mittwochnachmittag war sie dann plötzlich nicht mehr abrufbar.
Er habe eine Mail von change.org erhalten, erklärte der Petitions-Urheber der MZ. Er möchte weiterhin anonym bleiben. „Es haben sich wohl ein paar Leute daran gestört und die Petition gemeldet.“ Daraufhin habe change.org die Petition gelöscht. Es sei nicht seine Absicht gewesen, irgendjemandem auf die Füße zu treten, darauf sei seine Petition auch nicht ausgerichtet gewesen. Dabei betont er: „Einige Kommentare unter der Petition haben mir auch nicht geschmeckt und dienten nicht der Sache.“ Dennoch finde er das Vorgehen der Plattform unfair.
In den Nutzungsbedingungen von change.org steht, dass sich die Plattform vorbehält, Petitionen aus dem Netz zu nehmen. Als Gründe führt die Webseite unter anderem Gesetzesverstöße und Verstöße gegen die eigenen Richtlinien an. Darüber hinaus behalte es sich change.org vor, Petitionen zu löschen, wenn das Unternehmen die Inhalte anstößig oder unangemessen findet. Meist benachrichtige man den Urheber einer Petition, bevor diese gelöscht wird. Dazu sei man allerdings nicht verpflichtet.
Urheber über Kaufhof-Petition: „Ein Statement ist gesetzt.“
Was zur Löschung der Kaufhof-Petition geführt hat, ist unklar. Eine MZ-Anfrage an das Unternehmen blieb bislang unbeantwortet. Derzeit plane er keine weitere Petition, sagt der Regensburger. Die Meinung der Bevölkerung sei zum Ausdruck gekommen. Zum Zeitpunkt der Löschung haben 32 000 Menschen die Petition unterschrieben. „Ein Statement ist gesetzt.“