Further Theaterallerlei hat sich für 2025 Bewährtes und Neues auf die Vereinsfahne geschrieben

Gerade ist Heinz Winklmüller als Vorsitzender des Vereins Further Theaterallerlei bestätigt worden. Im Gespräch verrät er, dass der Jahreskalender 2025 pickepackevoll ist.
Am 1. Januar 2016 hat Theatermann Winklmüller den Verein mit 17 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben.
Inzwischen hat er 62 Mitstreiter, die sich dem Theater in seinen verschiedenen Ausprägungsformen verschrieben haben. Dabei freut es ihn, dass das Angebot des Vereins immer größeren Zuspruch findet und die Arbeit Früchte trägt. „Angefangen haben wir mit sechzig bis achtzig Zuschauern“, erinnert er sich.
Großes Interesse am Verein
Inzwischen sind einige Vorstellungen so schnell ausverkauft, dass gar nicht jeder Kartenwunsch erfüllt werden kann. So war das auch im vergangenen Jahr. Die Bayerische Komödie „BanditnBagasch“ wurde insgesamt fünfmal im Stadel des Koiserbauern in Oberrappendorf aufgeführt.
„Karten hätten wir für wesentlich mehr Aufführungen verkaufen können.“ Deswegen wird es am 9. und 10. sowie am 16. und 17. Mai an gleicher Stelle eine Neuauflage des Stücks geben.
Der Kartenvorverkauf beginnt rund zwei Monate vorher über die Onlineplattform ok-ticket.de Landesgartenschaufans wissen, dass nur eine Woche nachdem der letzte Vorhang gefallen ist, eben diese am 22. Mai beginnt. Auch da wird sich der Verein – Achtung Wortspiel – mit allerlei Aktivitäten beteiligen.
Am 31. Mai und am 3. Oktober findet auf der Bühne im Jugendbereich ein Kinder-Theaterworkshop statt. Rund eine Stunde lang bekommt der Theaternachwuchs zwischen neun und 14 Jahren einen Einblick in die Szene. Stefanie Decker, die den Kurs leitet, zeigt einige Übungen zum Beispiel zu Mimik, Gestik und Aussprache, macht Übungen mit den Kids und auch ein kleines Improvisations-Theater soll es geben. Natürlich verfolgt man mit der Aktion auch das Ziel, Interesse zu wecken und vielleicht Nachwuchs für den Verein zu generieren. „Je mehr und je jünger neue Mitglieder sind, desto besser“, sagt Winklmüller.
Was muss man denn mitbringen, um für das Hobby Theater geeignet zu sein? „Offen sein für alles, kreativ, impulsiv und auch eher extrovertiert“, nennt der Vereinsvorsitzende einige positive Eigenschaften. Auch das für viele leidige Thema Lampenfieber vor dem Auftritt müsse kein wirkliches Problem sein. „In einem guten Maß muss es sein, sonst ist man nicht mit Leib und Seele dabei und es würde nicht richtig funktionieren.“
Er selbst versucht, ruhig zu bleiben, sich in eine Ecke zu verziehen und sich noch einmal in die Rolle hinein zu versetzen. „Das ist ja so interessant am Theaterspielen: Man kann sich für die Zeit des Auftritts in eine andere Person verwandeln.“
Der Workshop von Stefanie Decker ist im Übrigen ein gutes Beispiel dafür, warum es im Verein nach Winklmüllers Ansicht so harmonisch läuft. Kritiker gebe es tatsächlich keine. Alle bringen sich ein, ob auf der Bühne oder in einer anderen Funktion. Und es können Projekte in Angriff genommen werden, bei der der Vorsitzende sich im Hintergrund hält. Die Mitglieder haben dann die Organisation inne und sind auch die jeweiligen Ansprechpartner. Er müsse nicht überall die Hand drauf haben, findet er.
Ein vollkommen neues Projekt soll auch im Rahmen der Landesgartenschau (LGS) gestartet werden. Auf der Hauptbühne möchte man am 14. Juni und 27. September ein reines Improvisations-Theater aufführen. Geleitet wird das von seinem Sohn Tobias. Moderatorin des Abends ist dessen Frau Regina Kraus.
Alltagsszenen nachgespielt
Die nimmt Aufforderungen aus dem Publikum entgegen, welche die Darsteller dann spontan mit Leben füllen müssen. Das können Alltagsszenen sein, wie eine Seniorin, die mit ihrem Dackel spazieren geht oder ein Polizist auf Streife. Auch Örtlichkeiten, wie Sauna oder Biergarten können vorgeschlagen werden. „Das ist wirklich etwas ganz Neues für uns: Da freuen wir uns drauf.“
Zwei weitere Erfolgsformate des Vereins bekommen LGS-Besucher auf der Hauptbühne zu sehen. Am 28. Juni lesen Toni Fischer und Michaela Brunner ihre schaurige Geschichten und Gedichte. Musikalische Begleitung: Anita und Petra Sporer. Auch der Brettlabend, der im letzten Jahr für Lachsalven gesorgt hat, wir noch einmal wiederholt, und zwar am 5. Juli, ebenfalls auf der Hauptbühne. Weil beim Drachenstich viele Vereinsmitglieder eingebunden sind, ist der Jahreskalender damit prall gefüllt.
Nur ein Termin würde Heinz Winklmüller noch am Herzen liegen: Die Herbergssuche am Voithenberg. „Das wäre heuer das zehnte Mal“, sagt er. Aber darüber ist noch keine Entscheidung gefallen.
