In Langquaid kündigt sich neue Baustelle an – Hotel an vielen Wochenenden ausgebucht

In den vergangenen Jahren prägte eine Großbaustelle den Langquaider Marktplatz. Das Hotel am Wittelsbacher Markt ist mittlerweile fertig und beherbergt Gäste. Nun kündigt sich eine neue größere Baustelle in Marktplatznähe an, während andere auf sich warten lassen.
Die Leierndorfer Straße ist mittlerweile in die Jahre gekommen. 2025 sollen die Planungen für die Sanierung und Neugestaltung abgeschlossen und die Aufträge vergeben werden, sagt Bürgermeister Herbert Blascheck. 2026 starten dann die Arbeiten für dieses „größere Städtebauprojekt“.
Die Leierndorfer Straße soll ihren „Staatsstraßen-Charakter“ mit breiter Fahrbahn und schmalen Gehbahnen verlieren. Mit Straßenbegleitgrün und Bäumen, ähnlich wie in der Rottenburger Straße, soll die Aufenthaltsqualität gesteigert und der Bereich bei den Einkaufsmärkten städtebaulich ansprechend gestaltet werden, erklärt Blascheck.
Leerrohre für Glasfaser
Außerdem ist geplant, die Wasserleitung, die in dem Bereich auf privaten Grund verläuft in den öffentlichen Raum zu verlegen und den Kanal zu sanieren. Zudem sind Leerrohre für Glasfaser vorgesehen. Wie Blascheck sagt, wird es zu dem Projekt vorab eine Bürgerinformation geben, bei der die genauen Pläne vorgestellt werden und die Anwohner ihre Anregungen einbringen können. Die Arbeiten sollen dann 2026 in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Der Bereich vom Marktplatz bis zum Nettomarkt wird aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ gefördert.
2024 sollte eigentlich die Straße „An der Laaber“ saniert werden. Wann die Arbeiten starten, steht noch nicht fest. Ob sie 2025 angegangen werden, werde die Finanzplanung zeigen, sagt der Bürgermeister.
Auch die fußgänger- und fahrradfreundlichere Gestaltung des Marktplatzes lässt weiter auf sich warten. Hier würden die Pläne derzeit mit der Regierung abgestimmt. Wann es an die Umsetzung geht, steht noch nicht fest. Auch sie sei abhängig davon, wie sich die Finanzen des Markts weiterentwickeln. „Wir verlieren aber nichts aus den Augen“, betont Blascheck.
Beide Hotelgebäude seit Dezember geöffnet
Weiter geht es indes mit den Planungen für die Sanierung das Hammelwirts. Das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert ist das einzige Gebäude am Marktplatz, das in den vergangenen 20 Jahren noch nicht saniert wurde. 2021 wurde es von der ERT-Gruppe aus Neustadt a.d. Donau erworben und die plant hier Gastronomie und Wohnen.
Mit dem Quartier und dem Hotel am Wittelsbacher Markt hat die ERT-Gruppe 2024 ein großes Projekt am Marktplatz abgeschlossen. Seit Dezember sind beide Gebäudeteile des Hotels für Gäste geöffnet. „Es läuft gut. Ich bin sehr zufrieden“, sagt Philip Günter, Geschäftsführer der Greenpartment Boardinghousehotel GmbH, die das Hotel betreibt. Derzeit befinde sich das Hotel noch in der „Anlaufphase“, die rund zwei bis drei Jahre dauern werde, sagt Günter. Aufgrund von Hochzeiten sei das Hotel schon jetzt an vielen Wochenenden ausgebucht.
