Ermittlungen nach dem Brand des Sportheims beim SV Schwaig sind noch nicht abgeschlossen

Von Jochen Dannenberg · 8. Januar 2025 um 05:00

Ende Oktober brannte das Sportheim des SV Schwaig. Schnell gab es damals Gerüchte, wer den Brand verursacht haben könnte. Doch so klar, wie es manchem seinerzeit schien, scheint der Fall nicht zu sein.

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. „Das Verfahren läuft noch immer“, sagt Günther Tomaschko, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern in Straubing. Derzeit, betont der Pressesprecher, werde „gegen Unbekannt“ ermittelt.

Klar ist dabei, dass der Brand mit großer Sicherheit nicht auf einen technischen Fehler zurückzuführen ist. Damit kommt nur fahrlässige oder gar vorsätzliche Brandstiftung als Ursache für das Feuer in Betracht, das einen Schaden von rund 150.000 Euro verursacht hat. Sicher scheint auch zu sein, dass die Flammen von außen – der Veranda – auf das Gebäude übergegriffen hatten.

„Endlich dicht“

Immerhin geht es im Sportverein inzwischen wieder vergleichsweise normal zu. Seit Mitte Dezember „ist endlich das Dach unseres Sportheim dicht“, sagt SV-Vorsitzender Walter Gabler. Außerdem sind etliche notwendige Reinigungsarbeiten durchgeführt worden.

Unmittelbar nach dem Brand hatte das ganz anders ausgesehen. Da drohte eine monatelange Pause beim Sportbetrieb. Doch Walter Gabler gab sich zuversichtlich. Er sagte immer wieder, sobald ein Gutachter den Schaden geschätzt und die Polizei ihre Ermittlungen zur Brandursache abgeschlossen habe, gehe es an die Reparatur des Sportheims. Drei Wochen nach dem Brand hatte der Sachverständige seine Arbeit erledigt, weshalb Mitte November mit den wichtigsten Arbeiten begonnen werden konnte.

„Dabei war das wichtigste für uns, dass wir die Turnhalle frei bekommen“, stellte Gabler fest. „Um die Turnhalle können wir uns selbst kümmern.“ Damit allein war es jedoch nicht getan. Das Dach über dem Vereinslokal, das durch das Feuer zerstört wurde, war zwar notdürftig nach dem Brand mit einer Plane geschlossen worden.

Aber der Winter stand bevor. „Es ist deshalb ganz wichtig, dass das Dach dicht wird“, betonte der Vorsitzende. Das bedeutete wiederum, dass die Eternitplatten des bisherigen Daches entsorgt werden und die Brandstelle, insbesondere die Veranda, aufgeräumt werden. Jetzt ist auch dieser Schritt vollzogen.

Walter Gabler hatte sich dabei auf die Mitglieder des Vereins und die Einwohner Schwaigs verlassen können. Auf sie hatte der Vorsitzende von Beginn an beim Wiederaufbau gesetzt. Gabler war schon am Tag nach dem verheerenden Feuer überzeugt gewesen. „Ganz Schwaig ist bereit mitzumachen.“

Viel Unterstützung

Das war bereits an jenem Freitag – Stunden nach dem Brand – zu erleben. Ein Dutzend Männer und eine Frau packten an, um zumindest ein wenig für Ordnung zu sorgen und den Brandort gegen Unbefugte zu sichern. Daneben wurden unter anderem Pokale und Bilder gesichert, die sich im Lokal befunden hatten.

Ende November zahlte sich dieser und weitere Einsätze aus. Walter Gabler zählte auf: „Es wurde ausgeweißt. Das Dach ist relativ dicht. Und jeder Ball und jedes Sportgerät wurde geputzt und wieder eingeräumt.“ Weit über 300 Arbeitsstunden waren zu diesem Zeitpunkt geleistet worden. Damit war aber klar: Der Wiederaufnahme des Sportbetriebs stand nichts mehr im Wege.

Die Sportgeräte sind geputzt und wieder eingeräumt. Der Sportbetrieb kann wieder beginnen. Foto: Gabler