Post geht viral: Initiative gegen Rechts kündigt Neuauflage der Riesendemo in Regensburg an

Von Heike Haala · 4. Januar 2025 um 10:00

Die Planung steht am Anfang, aber dass die Initiative gegen Rechts gerade etwas Großes vorhat, ist seit dem Instagram-Post am 1. Januar klar: Für den 2. Februar kündigte sie eine Großdemo gegen Rechts in Regensburg an. Bis Freitagmittag bekamen 35.000 Menschen Wind davon.

Bei der Erstauflage am 21. Januar im vergangenen Jahr waren über 10.000 Menschen auf den Haidplatz gekommen, um gemeinsam gegen Rechts auf die Straße zu gehen. Die Initiative hatte bei der Anmeldung mit 250 Teilnehmern gerechnet. Bei der Demonstration drängten diese sich dann aber nicht nur auf dem Haidplatz, sondern entlang der gesamten Platzfolge in der Altstadt und in den umliegenden Gassen.

Die Initiative gegen Rechts will sich mit der Versammlung im Vorfeld der Wahlen den Forderungen einer bundesweiten Kampagne für ein AfD-Verbot anschließen. Die Mitstreiter dieser Bewegung bezeichnen die AfD als eine Bedrohung für das Leben aller Menschen, die nicht in deren Weltbild passen, und sprechen von völkisch-rassistischem Gedankengut, einer Verhöhnung der Demokratie sowie Angriffen auf den Rechtsstaat.

Was ist also geplant? Die Vorbereitungen befinden sich noch in einem sehr frühen Stadium, gibt Forster Auskunft. Deswegen habe er die Versammlung noch nicht angemeldet. Das bestätigen auf Nachfrage sowohl Juliane von Roenne-Styra, Pressesprecherin der Stadt, als auch Kerstin Stolze, Pressesprecherin bei der Regensburger Polizeiinspektion Süd. Eine Örtlichkeit könne Forster noch nicht nennen. Schon weil er wieder mit mehreren tausend Teilnehmern rechnet, kündigt er aber an: „Der Haidplatz wird es in diesem Jahr nicht sein.“

Rettungswege werden freigehalten

Vergangenes Jahr habe die Vorbereitung drei oder vier Tage Zeit in Anspruch genommen, so spontan werde das in diesem Jahr aber nicht ablaufen, sagt Forster. Etwa bei der Technik will er in diesem Jahr dafür sorgen, dass auch alle Teilnehmer die Beschallung hören können.

In Sachen Sicherheit möchte er ihnen das Gefühl geben, dass sie nicht ungeschützt auf der Straße stehen. Die Rettungswege werden freigehalten, verspricht Forster. Alles weitere sei noch mit der Polizei abzustimmen. Auf die Todesfahrt in Magdeburg angesprochen, sagt Forster, sich dessen bewusst zu sein. Er ist aber sicher, dass Versammlungen dennoch möglich sein müssen. „Wenn wir uns eine Demonstration durch Terrorgefahr versauen lassen, dann können wir gleich einpacken“, macht er seinen Standpunkt deutlich.

Die Demonstration am 2. Februar soll Teil einer Kampagne sein, die die Initiative gegen Rechts in den kommenden Wochen für Regensburg geplant hat: Das Bündnis will mit Plakaten und Flyern über die AfD informieren. Zudem soll es laut Forster eine Podiumsdiskussion im Vorfeld der Bundestagswahl geben.