Generationenarbeit wird in Neustadt immer sichtbarer

Von Wolfgang Abeltshauser · 5. Januar 2025 um 05:00

Für die Generationenarbeit in Neustadt a. d. Donau wird ein weiterer Baustein gesetzt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Projekte in diesem Bereich in der Kommune.

Mittlerweile ist das Konzept für den Generationenbeirat, den es künftig in Neustadt a. d. Donau geben soll, von den politischen Gremien bestätigt. Monika Weber, die für die Generationenarbeit zuständig ist, stellt das Projekt noch einmal vor. Mit dabei sein sollen engagierte Neustädterinnen und Neustädter, die bereits aktiv sind.

Als Beispiele nennt sie unter anderem die Interessensgemeinschaft Neustadt, die Eltern mit Schul- und Kindergartenkindern vertritt oder Ehrenamtliche, die beim Generationentreff mithelfen. Menschen können sich bewerben oder vorgeschlagen werden. Zwölf Kandidaten sind gesucht. Automatisch mit dabei sein sollen dazu neben Weber Jugend- und Seniorenreferenten.

Der Stadtrat soll die Mitglieder für jeweils drei Jahre berufen. Der Beirat soll Ideen einbringen und als Bindeglied zwischen Politik und Bevölkerung dienen. Er kann sich mit allen Angelegenheiten befassen, die mit Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit zusammenhängen. Er soll einmal im Jahr dem Stadtrat über seine Arbeit berichten. Für Projekte soll ein Budget in Höhe von 50.000 Euro festgesetzt werden.

Ab Mai soll es losgehen

Weber teilt darüber hinaus den angedachten Zeitplan für das Projekt mit. So soll sich die Bewerbungsfrist für den Beirat vom 15. Januar bis 9. März erstrecken. Anschließend werde der Stadtrat die eingegangenen Vorschläge sichten und eine Auswahl treffen. Die förmliche Berufung der ausgewählten Mitglieder ist dann für die Maisitzung des Stadtrats vorgesehen.

Ratsmitglied Anton Stadler will sichergestellt wissen, dass die vom Beirat angeregten Projekte nicht zur Konkurrenz für die Neustädter Vereine werden. Bürgermeister Thomas Memmel betont, dass man Lücken im gesellschaftlichen Leben schließen will. „Wir wollen so ja genau das anbieten, was die Vereine nicht stemmen können.“

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In ihrem umfangreichen Rückblick auf die Generationenarbeit im Jahr 2024 nennt Weber zahlreiche einzelne Punkte. Einen sehr guten Start hat in ihren Augen der Generationentreff hingelegt. Er ist seit September geöffnet, bislang haben 385 Personen die verschiedenen Angebote wahrgenommen. Neben von der Stadt organisierten Veranstaltungen wie etwa Cafétreff oder Familienzeit finden dort mittlerweile auch Kurse der Volkshochschule oder Beratungen von Donum Vitae und der Mobilen Beratung für Kinder statt.

Die Familienkulturwoche hat sich nach den Worten von Weber mittlerweile etabliert. Sie findet immer am Ende der Sommerferien statt. Es gibt kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, aber auch Möglichkeiten für die Familien, selbst kreativ zu werden.

Zahlen zum Ferienprogramm

Auch zum Thema Ferienprogramm hat sie Zahlen im Gepäck. In den Sommerferien gab es 33 verschiedene Veranstaltungen, an denen 396 Kinder teilgenommen haben. Bei der Spielwoche waren täglich an die 200 Kinder mit dabei. 32 Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Teilnehmer gab es nicht nur aus Neustadt a. d. Donau und den Ortsteilen, sondern unter anderem auch aus Abensberg, Biburg, Rohr, Essing, Hausen, Kelheim, Langquaid, Siegenburg, Train, Teugn und Riedenburg.

Während der Oster- und Pfingstferien war eine Ferienbetreuung organisiert. 50 Kinder nahmen bei der Mitmach-Zauber-Zirkuswoche teil, die Erlebnis-Sport-Woche wurde von 36 Kindern besucht.

Weitere Projekte der Generationenarbeit in Neustadt a. d. Donau

Eine Premiere feierte 2024 die lange Vorlesenacht – mit dem Motto Grusel und Krimi. Laut Monika Weber gab es 293 Besucher. Gedacht war das Angebot für Kinder ab neun Jahren. Dabei gab es verschiedene Lesungen – je nach Altersstufe. Es gab die Stationen Stadtbücherei, Generationenhaus und Storchenwirt.

Der Gedenkort für Sternenkinder im Waldfriedhof ist nach ihren Worten fertig gestaltet. Die nötige Spendensumme von knapp 19.000 wurde, wie berichtet, bereis im Mai erreicht, woraufhin die Bronzefigur in Auftrag gegeben wurde. Im Frühjahr, wenn sie am vorgesehenen Standort befestigt werden kann, soll der Gedenkort eröffnet werden.

Sie wurde laut Weber wieder gut angenommen. Knapp 300 bunt gestaltete Stiefel gaben Neustädter im Kulturhaus Storchenwirt ab. Dort wurden sie mit leckeren Überraschungen gefüllt und in 27 Geschäften in der Innenstadt verteilt. Jetzt muss jeder Teilnehmer seinen Stiefel wiederfinden.