Berle-Bad, WC, Edeka: Welche Projekte Berching neben Schule und Kita 2025 anpacken will

Im Sommer sollen die Bauarbeiten für die neue Kita an der Südtangente starten. Auch die archäologischen Grabungen im Vorfeld des Neubaus der Grund- und Mittelschule sind geplant. Neben diesen beiden Großprojekten stehen weitere Aufgaben an. Unter anderem soll ein lang gehegter Wunsch von Jugendlichen in Erfüllung gehen.
Unter anderem soll im Februar mit den Umbauarbeiten für die neue öffentliche Toilette im Heimatmuseum begonnen werden, teilt Berchings Bürgermeister Ludwig Eisenreich mit. Im Sommer 2021 hatte der Stadtrat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen. Eisenreich spricht davon, dass das WC im Mai fertig sein könnte.
Auch im Berle-Bad wird weiter gearbeitet. Man prüfe weiterhin, ob man eine PV-Anlage auf dem Dach installieren könne. Zudem seien verschiedene Arbeiten an der Heiz- und Kühlanlage sowie an der Lüftungsanlage notwendig, sagt Eisenreich. Auch der Schwallbehälter sei fällig. Ebenso müssten die Stahlstützen weiter saniert werden.
Berle-Bad und Europahalle in Berching bereiten Sorge
Wie berichtet, wird auch ein neuer Kassenautomat angeschafft. Eigentlich wäre das 27 Jahre alte Bad komplett sanierungsbedürftig, wie die Stadt im vergangenen Jahr mitgeteilt hat. Aber das könne sich die Stadt derzeit nicht leisten. „Für eine Generalsanierung muss ein entsprechendes staatliches Förderprogramm abgewartet werden“, sagt Eisenreich. Deshalb werde man ein Konzept für eine Sanierung in Auftrag geben, dass man eines in der Schublade habe – um es herauszuholen, wenn der Staat eine Sanierung fördere.
Auch die Europahalle bereite Eisenreich Kopfzerbrechen. Ein Sanierungs- und Brandschutzkonzept sei in Auftrag gegeben worden. Auch hier hofft der Bürgermeister auf ein Förderprogramm. Baulich werde 2025 – abgesehen von dem neuen Hallenboden – aber wohl nichts in der Halle passieren.
Edeka-Markt in Pollanten: So sieht der Zeitplan aus
Mehr soll dagegen bei anderen Projekte geschehen, zum Beispiel beim geplanten Edeka-Markt in Pollanten. Wie Eisenreich mitteilt, habe die Investorenfirma die Bauleitplanung in Auftrag gegeben. Im Idealfall sei der Bebauungsplan Mitte 2025 durch und der Bau könne starten, hatte der Investor zuletzt seine Wunschvorstellung skizziert.
Im Sommer soll es auch auf dem Schulgelände vorangehen. Laut Eisenreich sollen im Juni/Juli die Archäologen anrücken. Im Herbst soll dann mit dem Spezialtiefbau für den ersten Bauabschnitt gestartet werden. Zuerst müssen dafür Bohrpfähle gesetzt werden.
Ebenfalls im Sommer ist der Baubeginn für die Kita nahe der TSV-Tennisplätze geplant. Der Rohbau soll bis Ende des Jahres stehen. Fertig soll die Kita dann 2026 werden. Zuvor soll ab März dieses Jahres der Wendehammer an der Zufahrt errichtet werden.
Freizeit-Anlage für Berchings Jugend ist geplant
Auch in anderen Betreuungseinrichtungen soll sich 2025 etwas tun. Im Holnsteiner Kindergarten werden Restarbeiten im Außenbereich erledigt. Dann könne der Umbau im Frühjahr eingeweiht werden. Und im Kindergarten Pollanten müsse die Heizung ausgetauscht werden, sagt Eisenreich, der auch für etwas ältere Kinder und Jugendliche eine gute Nachricht in petto hat. Manche Jugendliche hatten sich bei öffentliche Veranstaltungen einen Calisthenics-Park gewünscht. Jetzt soll ein kleiner Outdoor-Fitnesspark mit Stangen umgesetzt werden. Als Standort sei die Fläche neben dem „Generationen in Bewegung“-Park (GiB) im Gespräch.
Feuerwehr Berching bekommt neues Rettungsboot
Auch bei den Feuerwehren soll sich 2025 etwas tun. Die Stadt wolle die Beschaffung für ein neues Fahrzeug (TSF-W) vorbereiten. Die Berchinger Wehr bekomme ein neues Rettungsboot. Zudem rüste man die Sirenen digital um. Und im Industriepark Erasbach soll ein Löschwasserbehälter gebaut werden, um den Brandschutz für das wachsende Industriegebiet aufrecht zu erhalten.
Eisenreich nennt weitere Projekte, die 2025 anstehen – unter anderem: Die Dorferneuerung Erasbach soll mit dem Bau der Dorfhalle mit Jugendheim weitergeführt werden. Die Lücke zum Radweg von Holnstein nach Freihausen könne jetzt doch ab Gsöllnhof gebaut werden.
Bei den Baugebieten müsse erst festgestellt werden, welche umgesetzt werden und wo der Bedarf auch tatsächlich vorhanden sei, sagt Eisenreich. In Sachen Breitbandausbau prüfe die Stadt nach dem Verkauf von Leonet derzeit, mit welcher Firma die Maßnahme umgesetzt werde.
„Stadtrat und Verwaltung sind auch im nächsten Jahr gut beschäftigt“, sagt Eisenreich. Viele Aufgaben warten. „Die Ausgaben hierfür steigen, aber leider steigen unsere Einnahmen nicht im gleiche Maße“, sagt Eisenreich. Deshalb werde sich die Stadt nicht mehr alles leisten können. „Pflichtaufgaben sind den freiwilligen Aufgaben vorzuziehen.“