Zum zweiten Todestag des Ehrenbürgers: Pentling gedenkt an Papst Benedikt XVI.

Von Mittelbayerische Zeitung · 1. Januar 2025 um 17:00

Zum zweiten Todestag von Papst Benedikt XVI. hielt die Gemeinde Pentling am Dienstag um 9.30 Uhr einen Rosenkranz in der Ortskirche St. Johannes der Täufer ab. Um Punkt 9.34 Uhr, dem Todeszeitpunkt des emeritierten Papstes vor zwei Jahren, begann Monsignore Thomas Schmid zu beten.

Eine Vielzahl von Bürger fanden sich in der Papstkirche in Pentling ein, wo Dr. Joseph Ratzinger als Kardinal selbst regelmäßig Gottesdienste abgehalten hat. Bei dem Rosenkranz am Silvestermorgen nahmen zahlreiche Fahnenabordnungen der MMC und der Freiwilligen Feuerwehr Pentling teil. Ratzinger war zu Lebzeiten eng mit der Feuerwehr verbunden und segnete 1986, 1996 und 2002 drei Feuerwehrfahrzeuge. Das berichtet die Feuerwehr in einer Pressemitteilung.

Blumenbouquet vor dem Wohnhaus von Papst Benedikt

Nach der Heiligen Messe legte der 2. Bürgermeister Sebastian Hopfensperger stellvertretend für die Gemeinde Pentling ein Blumenbouquet vor dem Wohnhaus des Ehrenbürgers nieder. Die Feuerwehr Pentling stellte zum zweiten Todestag ein ewiges Licht dazu. Bürgermeister Sebastian Hopfensperger rief dazu auf, „die Erinnerung an sein Wirken in der Gemeinde Pentling auch für die Zukunft zu bewahren und weiterzutragen“.

An der Zeremonie nahm auch Ruppert Hofbauer teil, welcher sich seit Jahrzehnten liebevoll um das Wohnhaus Ratzingers kümmert und damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Erinnerung an Papst Benedikt XVI. in Pentling leistet.

Wie Papst Benedikt nach Pentling kam

Im Jahr 1969 zog der Theologieprofessor nach Pentling. Joseph Ratzinger war stets zu Fuß unterwegs. Auf diese Weise lernte er die Menschen kennen und gewann schnell die Bewohner von Alt-Pentling für sich. Seine sechs Jahre ältere Schwester Maria führte den Haushalt und lebte aktiv im Alltag des Dorfes. Joseph Ratzinger ist seit 1987 Ehrenbürger der Gemeinde Pentling. Die Nachbarn waren stolz auf ihren berühmten Mitbürger und sind es heute noch mehr. Dennoch sahen sie in ihm vor allem den Menschen. Gemeinsam feierten sie mit ihm die heilige Messe sowie verschiedene Feste. Die musikalische Begleitung übernahm Prof. Norbert Düchtel, ein bekannter Organist aus der Region, der zum Abschluss die Bayernhymne zum Besten gab.

Zum Rosenkranz kamen zahlreiche Fahnenabordnungen.