Nach Kauf des Traditions-Sportareals: Stadt Kelheim und VfL schließen Nutzungsvertrag

Jahrzehnte gehörte das Affeckinger VfL-Areal zum Faserwerk – um Kelheim Fibres zu retten, kaufte es im Sommer die Stadt.
Mitte März platzte die Bombe, dass Kelheim Fibres das VfL-Gelände in Affecking verkaufen will. Rasch erklärte die Stadt einspringen zu wollen. Im Sommer war der Kauf notariell besiegelt. Zum Jahresende steht nun fest, welche Teile des Areals der VfL nutzen kann und zu welchen Konditionen.
Gestattungsvertrag ausgehandelt
Stadt und und Verein für Leibesübungen Kelheim, kurz VfL, haben in den vergangenen Wochen einen Gestattungsvertrag ausgehandelt. Kurz vor Weihnachten war dieser laut Bürgermeister Christian Schweiger notariell besiegelt.
Der Vertrag ermöglicht dem Verein „die Nutzung eines Teilbereichs des Grundstücks für Vereinszwecke“, heißt es aus dem Rathaus. Schweiger dankt „allen Vorständen des VfL, insbesondere 1. Vorstand Tobias Müller, der die Verhandlungen geleitet hat“. Die Zusammenarbeit sei „stets wertschätzend und lösungsorientiert“ gewesen.
Sportgelände zu Vereinszwecken nutzen
Was regelt der Vertrag konkret? Laut Schweiger gestattet er dem VfL das Sportgelände zu Vereinszwecken zu nutzen – einschließlich der Anlagen, Parkplätze und Gebäude auf den Grundstücken. Dazu zähle auch der Löschteich. Ausgenommen seien Tartanbahn und Fußballplatz. So dass sich für die Vereine 2025 nichts ändere. „Die Vereinskultur bleibt unverändert erhalten, und die Flächen, die von den Vereinen stets als ihre ,Heimat’ bezeichnet wurden, stehen ihnen weiterhin zur Verfügung“, erklärt Schweiger.
„Die anfallenden Kosten trägt der Verein selbst.“ Zudem zahlten die Vereine der Stadt eine „übliche Gestattungsgebühr“. Diese trägt laut Bürgermeister „anteilig zur Refinanzierung des Grundstückskaufs bei“.
„Sicherung der Kelheimer Arbeitsplätze hat höchste Priorität“
Mit dem Kauf des VfL-Areals ist der Bürgermeister sehr zufrieden. Damit habe die Stadt ein klares Zeichen gesetzt, „dass die Sicherung der Kelheimer Arbeitsplätze höchste Priorität“ habe. Gleichzeitig habe die Stadt den Vereinen gezeigt, wie wichtig sie sind. Sein Dank gilt zum Jahresende auch den Stadträten. „Sie haben uns in zahlreichen und langwierigen Sondersitzungen unterstützt und dem Grundstückskauf zugestimmt“.
VfL-Vertreter äußern sich auf unsere Nachfrage nach wie vor nicht öffentlich zur Thematik.