„Mac“ Mutschler organisiert Treffen: Roding wird 2025 wieder zur europäischen Lotus-Hochburg

Ein großer Lotus-Fan ist Friedhelm „Mac“ Mutschler, der in Stamsried lebt. Doch auch die Öffentlichkeit kann viele der Klassiker bald wieder bewundern: Vom 20. bis 22. Juni organisiert Friedhelm Mutschler ein Lotus-Europa-Treffen in Roding.
„Das Fahrgefühl ist unvergleichlich“, ist die Passion von Friedhelm „Mac“ Mutschler für die englischen Lotus-Sportwagen sofort spürbar. Mittlerweile hat sich der Wahl-Stamsrieder einen Traum erfüllt und hat in einer Garage mehrere edle Exemplare des Roadsters stehen.
Die Begeisterung für den Motorsport wurde bei ihm schon früh geweckt, erzählt Mutschler. So habe ihn etwa sein Vater schon im Alter von 13 Jahren zu Rennen auf dem Hockenheim-Ring mitgenommen, der unweit seines Heimatortes Neustadt an der Weinstraße liegt. Später saß er auch gerne selbst hinter dem Steuer, allerdings noch nicht auf der rechten Seite wie bei einem Lotus. 1979 nahm er etwa an einer Käfer-Rallye teil, von 1983 bis 1985 war er dann auch in Ostbayern bei Meisterschaften unterwegs und kam so zum ersten Mal unter anderem auch nach Roding.
Der „Traumwagen“
Die Liebe zum Lotus mit seiner speziellen Bauweise führte dann 2014 dazu, dass sich Mutschler eine 170 PS starke und 780 Kilogramm schwere „Elise“ (danach genannt „Maclise“) kaufte, seine Frau hatte ihm zuvor zum 50. Geburtstag ein Wochenende mit dem edlen Auto spendiert. „Es war mein Traumwagen“, erzählt Mutschler, allerdings hatte er ihn zunächst nicht lange in seinem Besitz. Wegen eines schweren Autounfalls eines befreundeten Paares verkaufte er seine „Elise“ auf Bitten seiner Gattin wieder. Doch die Liebe blieb erhalten, einige Jahre später gelang es ihm, den Wagen, der Aufkleber und Lackierung nach seinen Wünschen hat, zurückzukaufen – mit dem Segen seiner Frau. „Damit dann von Frankfurt aus zurückzufahren, war ein unbeschreibliches Gefühl“, so der Lotus-Fan.
Bei dem einen Wagen sollte es aber mit der Zeit nicht bleiben. Zunächst war Mutschler auf die Klasse Super Seven, einen Oldtimer, umgestiegen. Zur Sammlung gehören mittlerweile vier weitere Modelle, alle mit einem Spitznamen, in denen „Mac“ vorne steht, versehen.
„Ich bin schon ein wenig stolz“, erzählt Mutschler in seinem Lotus-Reich, einem ehemaligen Stall in der Nähe von Stamsried, den er selbst umgebaut hat und in dem seine edlen Fahrzeuge nun einen sicheren Standplatz haben, bis die nächste Ausfahrt ansteht.
Nach Stamsried gezogen
Nach Stamsried, der Heimat seiner Frau Roswitha Oswald-Mutschler, zog das Paar, nachdem es zuvor 30 Jahre lang ein Küchenstudio in Neustadt an der Weinstraße betrieben hatte. „Wir wollten einen Neuanfang und ich mochte Land und Leute“, berichtet der Lotus-Fan. Mit seiner Leidenschaft war er in dieser Gegend allerdings relativ alleine, Mutschler engagiert sich aber seit vielen Jahren bei der Interessengemeinschaft Seven mit etwa 1700 Mitgliedern. Ein Teil davon kommt regelmäßig zu Ausfahrten und Treffen zusammen. Zwei Mal, 2017 und 2022 (wegen der Corona-Pandemie zwei Jahre später als ursprünglich geplant), war dabei auch schon Roding der Treffpunkt. Das kam bei den Teilnehmern und Zuschauern sehr gut an, berichtet Mutschler, „es gibt auch traumhafte Strecken in den Bayerischen Wald.“
So wird es nun vom 20. bis 22. Juni kommenden Jahres ein Lotus-Europa-Treffen in Roding geben. Mit 30 bis 50 Teilnehmern aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland rechnet der Organisator dabei, „viele tolle Fahrzeuge“ werde es zu sehen geben. Die Teilnehmer treffen am Freitag, 20. Juni, ab 18.30 Uhr in Roding ein und werden unter anderem von Bürgermeisterin Alexandra Riedl begrüßt. Am Samstag folgt ab 10 Uhr eine Ausfahrt durch den Bayerischen Wald mit Mittagessen am Arbersee und Besuch einer Bärwurzerei. Auch kann der Waldwipfelweg in St. Englmar erkundet werden. „Wir wollen den Teilnehmern die Schönheit der Region und auch die Sehenswürdigkeiten zeigen“, erklärt Mutschler. Ab 18.30 Uhr folgen ein Abendessen sowie Besichtigung und Führung der privaten „Dream Garage“.
Präsentation und Segnung
Zum Abschluss am Sonntag gibt es dann ab etwa 10.30 Uhr eine Fahrzeugpräsentation. Auch eine Segnung der Autos wird es geben, Stadtpfarrer Matthias Kienberger hat dies bereits zugesagt, freut sich Mutschler.
Lotus Cars und Motorsport
Lotus Cars: Lotus Cars ist ein Hersteller von Automobilen mit Sitz in Hethel bei Norwich (Norfolk), Großbritannien, der von Colin Chapman gegründet wurde.
Firmengeschichte: 1996 wurde Lotus Cars vom malaysischen Konzern Proton übernommen. Im Januar 2012 wurde dieser und mit ihm Lotus vom ebenfalls malaysischen Konzern DRB-HICOM gekauft. Am 24. Mai 2017 übernahm der chinesische Konzern Geely 51 Prozent der Gesellschaftsanteile.
Motorsport: Unter dem Namen Lotus traten in der Geschichte des Motorsports verschiedene Rennteams in mehreren Rennserien an. Am erfolgreichsten war der Formel-1-Rennstall Team Lotus, der von 1958 bis 1994 aktiv war und sechsmal den Fahrer- sowie siebenmal den Konstrukteursweltmeistertitel gewann.

