Alle Auftritte geschafft: Jetzt freut sich das Waldmünchner Christkind aufs Skifahren

„Ich hab Spaß gehabt“, sagt Romina Daschner. In der Vorweihnachtszeit hat sie Waldmünchen als Christkind vertreten. Eigentlich seien es nur zwei Termine gewesen, der große Auftritt beim Waldmünchner Weihnachtsmarkt und der Besuch im BRK-Seniorenheim, sagt die 16-Jährige bescheiden. Und dann sei da noch eine Nikolausaktion an der Realschule gewesen.
„Wir waren glücklich“, sagt sie mit überzeugend breitem Lächeln über sich und ihre beiden Engerl Luzie Schrattenthaler und Anja Lang.
Interessant fand sie die Reaktionen der Leute und insbesondere der Kinder auf ihren Rundgang von Christkind und Engerln mit Bürgermeister Markus Ackermann durch den Weihnachtsmarkt. Die meisten Erwachsenen hätten mit „Schön schaust aus“ oder „Schön, dass ihr da seids“ reagiert, wenn sie durch die Stände gezogen seien. Viele hätten aber auch einfach nur geschaut.
Bei den Kindern dagegen habe man schnell gemerkt, ob sie noch ans Christkind glauben oder nicht. Die einen hätten schüchtern gefragt „Ist das das echte Christkind?“. Andere seien da schon „frecher“ gewesen, sagt Romina, und haben einfach gefordert: „Etz gib mir mal an Schoko-Nikolaus!“ Nach dem Rundgang hätten ihr und den Engerl jedenfalls die Muskeln im Gesicht wehgetan, weil sie soviel gelächelt hätten.
„Haben sich richtig gefreut!“
„Sehr schön“ sei auch die Feier im BRK-Heim gewesen. Leiter Stefan Paa habe eine, für sie sehr berührende Ansprache gehalten, sagt Romina. Die alten Leute hätten sich „richtig gefreut“ das Christkind zu sehen und sie oft gebeten näher zu kommen und gesagt: „Lass dich mal anschauen“.
„Es war eine sehr schöne Erfahrung“, sagt Romina über ihre Auftritte als Christkindl. Für sie übrigens nicht die erste Rolle, in die sie geschlüpft ist. Bereits vorher habe sie im Tiefenbach Jugendtheater, in der Theater AG der Schule und bei der Theateraufführung der Schulen zusammen mit der Bundespolizei auf der Trenckbühne mitgemacht. Da habe sie einen der Rowdys gespielt. „Das hat noch mehr Spaß gemacht“, sagt sie. Vielleicht passe die Rolle auch besser zu ihr. „Denn so brav wie ein Engerl bin ich nicht immer“, sagt sie und strahlt das Gegenüber an. Dennoch könne sie nur jeder ihrer Nachfolgerinnen empfehlen, die Chance zu ergreifen, wenn ihr die Rolle als Waldmünchner Christkind angeboten werde.
Und was macht Romina Daschner, wenn sie nicht mehr Christkind ist? Als erstes fällt ihr ein, dass sie im Juli ihren Abschluss im mathematischen Zweig der Realschule machen wird. Auch im Tiefenbacher Jugendtheater werde sie wieder mitmachen. Vor allem freue sie sich auf die Skisaison. Sie werde die Abfahrten in Österreich und am Arber genießen.
Wunsch: Ein Sofa
Auch die letzte Frage können wir dem Waldmünchner Christkind nicht ersparen: Was wünscht sie sich zu Weihnachten? Die Antwort kommt prompt: Ein Sofa für ihr Zimmer. Mal sehen, was das echte Christkind bereithält.