Kommentar zum Rewag-Prozess: Erschütterndes Bild der Stadt Regensburg

Als Prozessbeobachter war man erstaunt: Wer regiert diese Stadt eigentlich? Beamte, die mit unseren Steuergeldern hantieren, als wäre es ihr Geld? Die Herausforderungen der Zukunft sind gewaltig.
Das Auftreten eines städtischen Beamten vor dem Oberlandesgericht war hochnotpeinlich. Der oberste „Controller“ der Stadt Regensburg erklärte den Richtern, wie man eine städtische Tochter leitet. Er habe das Auftreten der Richter so gewertet, „dass Sie die Sache verstanden haben“. Das sagte der Top-Beamte zu den Richtern am Ende eines Prozesses, der klarmachte, welches Chaos im Alten Rathaus und in der Rewag Ende 2021 und im Februar 2022 herrschte. Dem erstaunten Prozessbeobachter blieb die Spucke weg. Man fragt sich: Wer regiert diese Stadt eigentlich? Beamte, die mit unseren Steuergeldern hantieren, als wäre es ihr Geld?
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Längst ist die Rewag wieder in ruhigeren Fahrwassern. Zumindest bei der Nachfolge für Briegel hat die Stadtspitze ein gutes Händchen bewiesen. Briegels Nachfolger Robert Greb muss nun die jahrzehntelange Melkkuh der Stadt, denn was anderes war die Rewag lange nicht, auf Zukunftskurs bringen. Die Herausforderungen sind gewaltig: Die Infrastruktur ist marode, die Wärmewende drängt. Hoffentlich ohne Einfluss von Beamten.