450 Syrer feiern in der Altstadt: Mit Sprechchören und Gesängen zeigten die Menschen ihre Freude

Am Sonntagnachmittag zogen laut Zahlen der Polizeieinsatzleitung rund 450 Syrer vom Regensburger Hauptbahnhof aus in Richtung Regensburger Dom, um ihrer Freude darüber Ausdruck zu verleihen, dass das Terror-Regime von Machthaber Baschar al-Assad gestürzt wurde.
Am Sonntagnachmittag zogen laut Zahlen der Polizeieinsatzleitung rund 450 Syrer vom Regensburger Hauptbahnhof aus in Richtung Regensburger Dom, um ihrer Freude darüber Ausdruck zu verleihen, dass das Terror-Regime von Machthaber Baschar al-Assad gestürzt wurde. Die Demonstration hatte Tamim Kalas angemeldet. Unterstützt wurde Kalas von Cherin Nabo, erste Vorsitzende des Deutsch-Syrischer Kulturvereins Regensburg.
50 Jahre unterdrückte das Terror-Regime in Syrien sein eigenes Volk. Viele Verfolgte flüchteten vor Folter und Tod. Jetzt ist Machthaber Baschar al-Assad aus Syrien geflohen. Unbestritten ist die Freude der auch nach Europa, in diesem Falle nach Regensburg, Geflüchteten über diesen Sturz riesig. Mit Sprechchören und Gesängen machten die in Regensburg lebenden Menschen, darunter Asylbewerber und anerkannte Geflüchtete ihrer Freude Luft.
„Regensburg hat mir so viel gegeben“
Doch wie geht es für sie jetzt weiter? Angesichts der Situation in Syrien stellte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) Entscheidungen zu Antragsstellenden aus dem Herkunftsland Syrien zunächst zurück. „Ich warte jetzt erst einmal ab, was passiert. Ich habe in Regensburg meine Jugend verbracht, es ist so etwas wie meine zweite Heimat, sagt Mohamed al Katim. „Regensburg hat mir so viel gegeben. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich sage, wenn ich für Deutschland kämpfen müsste, würde ich das tun.“ Doch viele seiner Landsleute wollen so schnell wie möglich zurück.
Am Domplatz war die Stimmung schließlich ausgelassen. Die Demo bliebt friedlich. Syrischer Kuchen wurde von einem mit Osterhasenkostüm verkleideten Syrer verteilt. Junge Mädchen verschenkten Gebäck. Auch die Regensburgerin Barbara nahm sich ein Stück und freute sich mit den Syrern, die jetzt ihre neue Freiheit ausgiebig feiern.
xtl