Von Xavier Naidoo bis Pippi Langstrumpf: Eine Nachlese zur Regensburger Haushaltsdebatte

Von Juliana Ried · 13. Dezember 2024 um 16:00

Die Haushaltssitzung im Stadtrat ist weit mehr als eine Finanz-Debatte. Es handelt sich um eine etwa vierstündige politische Generalabrechnung mit 14 Reden – und einigen Zitaten. Wir finden: Da geht noch mehr.

Der Reigen begann am Donnerstag klassisch mit Ludwig Erhard (Kämmerer Georg Stepahn Barfuß: „Wirtschaft ist zu 50 Prozent Psychologie“) Weiter ging es mit Xavier Naidoo. Dagmar Schmidl (CSU) unterstrich mit dem Liedtitel „Dieser Weg wird kein leichter sein“, wie schwer der Weg von einer „Wünsch-Dir-Was-Politik“ zu einer „Wir- machen-das-Politik“ ist. Thomas Burger (SPD) wandelte den Helmut-Schmidt-Spruch („Wer Visionen hat, muss zum Arzt gehen“) ab in: „Wer Visionen hat, sollte sich glücklich schätzen.“ Ingo Frank (Die Partei) zitierte sich selbst mit dem Satz „Ich bin kein Freund von langen Reden“. Jakob Friedl würdigte Pippi Langstrumpf („Das haben wir noch nie so gemacht. Das wird bestimmt gut“). Bedauerlich ist, dass mehrere Redner auf Zitate verzichteten. Ein Tipp: Burger hätte in seinem zu langen Manuskript welche übrig, etwa von Plutarch („Der Haushalt ist der beste, worin man nichts Überflüssiges will, nichts Notwendiges entbehrt“). „Willen braucht man. Und Zigaretten“ (Helmut Schmidt) war diesmal dabei. Aber das könnte man für den Rede-Marathon der nächsten Haushaltsdebatte weihnachtlich abwandeln, etwa in: „Willen braucht man. Und Schokolade.“