Die Finanzplanung der Stadt Cham rechnet auch in der Zukunft ohne Absturz

Von Johannes Schiedermeier · 13. Dezember 2024 um 19:00

Der Stadtrat hat neben dem Haushalt auch die Finanzplanung für die nächsten Jahre einstimmig verabschiedet. Stadtkämmerer Christian Plötz stellte fest, er versuche in dem Zahlenwerk einen realitätsbezogenen Ausblick zu geben und dabei die dauernde Leistungsfähigkeit der Stadt im Blick zu behalten. Allerdings müsse man jahresbezogen und aktuell immer wieder reagieren. Man könne aber durchaus sagen, dass man seriös ohne einen größeren Absturz über 2025 hinaus rechnen könne.

Vom Gesamtvolumen her habe man mit 96,5 Millionen viel vorgelegt. Hier werde man i den nächsten Jahren etwas vorsichtiger agieren, aber immer weit über 80 Millionen Euro liegen. Die zentrale Bedeutung der Stadt und ihre damit verbundenen Aufgaben ließen kein großes Zurückfahren zu. Der Stadtrat stimmte dem zu. „Die allgemeine Stimmung ist positiv“, kommentierte Bürgermeister Martin Stoiber.

Mehr Geld für Feuerwehr

2012 wurde die Feuerwehrkostensatzung letztmals angepasst, berichtete Bürgermeister Martin Stoiber. Die Kosten für die Fahrzeuge und die Bauten der Feuerwehr haben sich mittlerweile in vielen Bereichen um mehr als 50 Prozent erhöht. Nun musste die Satzung vom Ordnungsamt neu kalkuliert werden.

Bürgermeister Martin Stoiber teilte mit, dass mit der bayerische Mustersatzung verglichen worden sei und dann die Werte an die der Stadt Cham angepasst worden seien. Dabei ist eine Preissteigerung im Mittel von rund 35 Prozent herausgekommen.

Mehr FFW-Einnahmen

Das sei auf zwölf Jahre genommen eine kleinere Preissteigerung. In konkreten Fällen rechnete der Bürgermeister auch 26 bis 38 Prozent Mehrkosten vor. Die Stadt nimmt rund 100 000 Euro pro Jahr über die Satzung ein. Unter dem Strich ergibt sich aus der neuen Satzung nach Berechnungen im Rathaus ein Plus von rund 40 000 Euro, so Stoiber. Die Personalkosten-Pauschale steigt von 19 auf 24 Euro. Die Einnahmen fließen direkt an die Feuerwehr zurück. So wolle man deren wertvollen Dienst unterstützen.

Die Feuerwehr Gutmaning hat im November als Kommandanten Andreas Pongratz und als Stellvertreter Klaus Neft gewählt. Der Stadtrat hat diese Wahl bestätigt.

Drei Mal knapp an Meldestufe 4 vorbei

Bürgermeister Martin Stoiber nutzte die letzte Stadtratssitzung 2024 für einen Dank an die Verwaltung, Stadtwerke, Bauhof, den Stadtrat und an seine Stellvertreter Walter Dendorfer und Barbara Dankerl. Er überreichte Geschenke an Fraktionssprecher und Stellvertreter. Besonders erwähnte Stoiber auch die Blaulichtfamilie: Sie sei immer parat gewesen, als die Stadt heuer drei Mal ganz knapp an der Hochwasser-Meldestufe 4 vorbeigeschrammt sei.

„Bei uns läuft Vieles noch gut und ist machbar, weil die Menschen zusammenhalten“, so Stoiber.

2. Bürgermeister Walter Dendorfer dankte wiederum Stoiber für die engagierte und visionäre Zusammenarbeit. „Du bist eine Bereicherung für die Arbeit in der Stadt“, so Dendorfer.

Stadtrat in Kürze: Die Satzung zur Nutzung von Urnengräbern wurde überarbeitet. Die Satzung sieht derzeit ein striktes Verbot von Grabschmuck vor, außer bei Beerdigungen. Nun ist die Satzung angepasst: In der Zeit um Allerheiligen vom 15. Oktober bis 15. November ist Grabschmuck erlaubt.

Am Steinmarkt wird ein Trinkwasserbrunnen angeschafft, der zu 90 Prozent gefördert wird.

Die Janahofer Straße soll beim Flugplatzweg einen neuen Regenwasserkanal erhalten. Tiefbauer Josef Ried stellte die Maßnahme vor, die im Zuge des Neubaus der Flutbrücke noch durchgezogen werden soll. Dafür gebe es eine hohe Förderung und der Kanal sei schwer einzubauen, wenn die Umfahrung erst einmal in Betrieb sei, begründete Ried die schnelle Aktion. Der Kanal liege außerhalb der Fahrbahn. Er werde die künftige Verkehrsführung dort entwässern. „Die Anlieger wissen bereits Bescheid. Es werden 178 Meter Kanal sein, die 365 000 Euro veranschlagt sind“, so Ried.

In der Frühlingsstraße sind die letzten 150 Meter noch nicht asphaltiert. Bürgermeister Stoiber begründete dies mit der Tatsache, dass es keine Gewährleistung mehr gegeben hätte, weil die Witterung zu schlecht gewesen sei.

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