Premiere beim Burgadvent: Stefanie Götz und Katrin Betz haben erstmals einen Stand

Von Jan Lange · 13. Dezember 2024 um 05:00

Der Burgadvent bietet heuer eine „noch nie dagewesene Vielfalt an regionalen Produkten“. So wirbt zumindest die Stadt Neunburg für das weihnachtliche Treiben, das am Freitag, 13. Dezember, um 18 Uhr eröffnet wird. Viele Aussteller aus der Region sind erneut mit einem Stand vertreten, für einige ist es aber eine Premiere – auch für Stefanie Götz und Katrin Betz.

Als Besucherinnen kennen die beiden den Burgadvent schon. Die Atmosphäre gefiel ihnen sehr gut. Und sie waren der Meinung, dass sie unbedingt auch mal mit einem eigenen Stand dabei sein sollten.

Seit einigen Jahren bietet Stefanie Götz Kräuterprodukte an und eröffnete vor kurzem einen Kräuterladen in ihrem Heimatort Neukirchen-Balbini. Ihre Freundin Katrin Betz produziert ihrerseits Speiseöle aus eigenen Lein-, Mohn- und Rapssaaten.

Schon Mitte 2024 bei der Stadt Neunburg gemeldet

Bereits Mitte des Jahres ging Stefanie Götz aktiv auf Neunburgs Stadtmarketing-Managerin Ulrike Meixner, die den Burgadvent hauptverantwortlich organisiert, zu. Sie bekam einen Stand im Rathausfoyer. An allen drei Burgadvent-Tagen wird sie dort ihre Produkte anbieten. An einem Tag wird auch Katrin Betz mit ihren Ölen dabei sein. Für die Inhaberin der Saatenbauerei, die ihren Sitz im Chamer Ortsteil Hof hat, ist es nicht nur eine Premiere beim Burgadvent, sondern überhaupt auf einem Weihnachtsmarkt.

Im September 2023 begann sie mit der Herstellung der Speiseöle. Da die Produktion gerade erst gestartet war, war ein Weihnachtsmarktstand im vorigen Jahr noch kein Thema gewesen, sagt Katrin Betz. Heuer will sie damit nun loslegen. Da ihre Kapazitäten aber begrenzt sind, wird sie nur in Neunburg einen Stand machen. Sie suchte sich gezielt einen Markt aus, auf dem sie sich wohlfühlen würde.

Neunburger Burgadvent hat einen guten Namen

Dass sie sich für den Burgadvent entschieden hat, lag auch daran, dass hier Wert auf regionale Produkte gelegt wird, meint die Chamerin. Er habe einen guten Namen und ziehe viele Besucher an, fügt sie lobend hinzu. Auch Stefanie Götz ist daran nicht ganz unschuldig: Sie bat ihre Freundin, doch unbedingt nach Neunburg zu kommen.

Götz selbst ist zwar auch das erste Mal mit einem Stand beim Burgadvent präsent – sie hat aber schon jahrelange Erfahrungen mit Weihnachts- und Christkindlmärkten. So hatte sie Stände in Wald und Neukirchen beim Heiligen Blut (beide im Landkreis Cham). Auch die Besucher des Nittenauer Weihnachtsmarktes kennen sie bereits. Beim Gräflichen Christkindlmarkt am Rande des Dörnbergparks in Regensburg war sie ebenfalls mit einem Stand vertreten. „Als ich noch unbekannter war, habe ich versucht, jedes Angebot mitzunehmen“, erklärt sie. Jetzt, wo sie ihren eigenen Kräuterladen samt Heilpraktikerpraxis eröffnet hat, müsse sie ihre Präsenz auf Weihnachtsmärkten zurückfahren. Heuer wird sie ihre Produkte nur beim Burgadvent in Neunburg anbieten.

Besucher schauen nicht nur, sondern kaufen auch

Das bedeutet aber auch, dass sie diesmal keinen Stand beim Adventsmarkt im Schießlhof in Neukirchen-Balbini haben wird. Den der findet am 14. Dezember, also parallel zum Burgadvent statt. Um ihren Laden und die Praxis etwas bekannter zu machen, habe sie sich diesmal für Neunburg entschieden.

Dass beim Burgadvent der Fokus auf regionale Anbieter gelegt werde, habe für sie ebenfalls eine Rolle gespielt. Ein weiterer Grund war, dass es auch Standplätze im Innenbereich gibt. Für ihre Produkte sei es besser, wenn der Stand geschützter sei.

Im Vorfeld unterhielt sich Stefanie Götz mit den „Woodensisters“ aus Roding, die schon in den Vorjahren einen Stand beim Burgadvent hatten, über deren Erfahrungen. Und die seien gut gewesen. Die Besucher würden nicht nur gucken, sondern auch etwas kaufen – was für die Händler eine wichtige Rolle spiele.

Lob für die „sehr schöne Atmosphäre“ beim Burgadvent

Während Stefanie Götz und Katrin Betz das erste Mal beim Burgadvent dabei sind, ist Angelika Fischer dort eine Altbekannte. Mit ihrem Süßen Fischer ist sie seit 15 Jahren dabei. Traditionell steht die Teublitzerin gegenüber dem Pfarrheim in Höhe der Fronfeste.

Auch bei anderen Neunburger Veranstaltungen wie den Jahrmärkten, dem Altstadtfest und der Wiesn ist sie mit einem Stand vertreten. Heuer sei der Burgadvent der einzige Weihnachtsmarkt außerhalb des Städtedreiecks, bei dem sie dabei ist, sagt Angelika Fischer. Früher war sie auch in Schwandorf und beim Globus-Markt – aber das sei nun nicht mehr für sie leistbar, meint die Teublitzerin. „Nur was man selber machen kann, ist gut gemacht“, findet sie.

Deshalb hat sie sich heuer auf die Adventsmärkte in Burglengenfeld, Teublitz, Maxhütte-Haidhof, in der Höllohe und eben in Neunburg konzentriert. Dass der Burgadvent ein fester Termin im Jahresplan geblieben ist, liege an der „sehr schönen Atmosphäre“, weil die Besucher sie dort kennen würden und am guten Umsatz.

Das Programm beim Neunburger Burgadvent

Freitag, 13. Dezember: Bühne Burghof – 18 Uhr, Eröffnung mit der Kita St. Martin und Bürgermeister Birner; 20 Uhr, Weihnachtsmusik mit Stadtkapelle Neunburg; Stadt- und Pfarrbücherei – 16.45 bis 17.45 Uhr, Familienerlebnisführung „Weihnachten wie‘s früher war“

Samstag, 14. Dezember: Bühne Burghof – 20 Uhr, Christmas-Rock mit Just Live; Bühne Pfarrkirche St. Josef – 19 Uhr, musikalisches Einstimmen auf Weihnachten mit dem Musikverein Seebarn; Neues Rathaus – 16 bis 18 Uhr, Weihnachts-Bastel-Werkstatt für Kinder

Sonntag, 15. Dezember: Bühne Burghof – 14.30 Uhr, besinnliche Klänge mit der Jugendblaskapelle Seebarn; 17 Uhr, Feuershow von Ameno Signum; Bühne Pfarrkirche St. Josef – 14 Uhr, Auftritt des Waldkindergartens Neunburg; 17 Uhr, Weihnachtsmusik mit VA Blech; Schloss Neunburg – 14.30, 15.30 und 16.30 Uhr, Aufführungen mit dem Kasperltheater Papperlapapp

Der Süße Fischer aus Teublitz ist auch heuer wieder beim Burgadvent dabei. Für Betreiberin Angelika Fischer ist es der einzige Weihnachtsmarkt außerhalb des Städtedreiecks. Foto: Fischer, Archiv