Ohne sie ginge nichts in der Stadt: Ehrenamtliche sorgen für Vielfalt in Abensberg

Sechs Ehrenamtliche wurden im Rahmen der Weihnachtsfeier der Stadt Abensberg für ihren Einsatz ausgezeichnet. Lob gab es zudem für ein einzigartiges Projekt.
Eine Stadt zeichnet sich vor allem durch die Menschen aus, die in ihr leben und sich für sie engagieren. Abensberg hat jede Menge davon und einige davon wurden von der Stadt jetzt im Rahmen ihrer Weihnachtsfeier im Jungbräu besonders geehrt.
Bevor es mit den Ehrungen los ging, sprach Bürgermeister Bernhard Resch. Er freue sich, dass er eine stolze Anzahl von Bürgern ehren dürfe, dass es eine aktive Bürgerschaft gebe, die initiativ die Gesellschaft voranbringe. „Ohne das Engagement könnten wir unsere Vielfalt nicht bieten.“ Er bedankte sich für den „Rieseneinsatz“ bei den Ehrenamtlichen und auch bei den Kollegen im Stadtrat, der von Wertschätzung, einem offenen fairen Miteinander geprägt sei.
Die Zeiten würden indes anstrengender werden, meinte Resch. Man müsse lernen, zu priorisieren, müsse Kosten und Mittel abwägen. Politik werde kein Wunscherfüller mehr sein können. „Wir werden wieder lernen müssen, mit weniger zurecht zu kommen. “ Sicherheit, Bildung und Chancengleichheit stünden im Vordergrund. „Wir müssen das Mögliche tun und das Unmögliche Gott anvertrauen“, meinte Resch. Es gebe eine wunderbare Bürgerschaft und ein exzellentes Ehrenamt, das dabei helfen könne.
Und das sind die Geehrten:
• Goldene Verdienstmedaille: Sebastian Alkofer erhielt in diesem Jahr die Goldene Verdienstmedaille. Alkofer ist seit über vier Jahrzehnten in unterschiedlichsten Bereichen mit sehr hohem Engagement ehrenamtlich tätig, zum Beispiel in der Landjugend in Sandharlanden, beim Theaterspielen der Landjugend, als Fußballtrainer beim FVS Sandharlanden oder als Mitglied in der Kirchenverwaltung.
• Silberne Verdienstmedaille: Erwin Bogenberger ist seit 41 Jahren als Oberlöschmeister in der FFW Pullach aktiv. Nach 41 Jahren sei er immer noch eine tragende Säule des Vereins, auf den sich jedes Mitglied verlassen könne, so die Laudatio. Als Mitglied des Stadtrates vertrat Bogenberger sechs Jahre lang die Interessen von Pullach und der Stadt.
• Günther Hauke: Ebenfalls eine Silberne Verdienstmedaille erhielt Günther Hauke. Hauke ist seit 50 Jahren Mitglied bei der Photogilde und wurde 2024 zum Ehrenmitglied ernannt. Er war zwölf Jahre lang zweiter Vorsitzender. Die Jugendarbeit des Vereins sei auf einem Spitzenniveau.
• Ulrich Kellner: Auch Ulrich Kellner ist unter den Geehrten. Kellner ist seit 1985 bei der Jungfeuerwehr und aktiver Feuerwehrmann. Er ist Mitglied des Feuerwehrvereins und seit 2003 Beisitzer. Im Obst- und Gartenbauverein war er Mitglied in der Vorstandsschaft und maßgeblich am Umbau der Mosterei beteiligt. Engagiert ist er in der christlichen Bauernbruderschaft, beim Bayerischen Bauernverband und bei der Jagdgenossenschaft.
• Andreas Riepl: Gewürdigt wurde auch das Engagement von Andreas Riepl. Riepl ist seit 36 aktiv bei der Photogilde, war zwölf Jahre lang Vorsitzender. Er hat eine Vielzahl von Ausstellungen organisiert und über die Landesgrenzen hinaus Kontakte zu Fotokreisen geknüpft.
• Georgia Schaller: Georgia Schaller, die von allen nur Lole genannt wird, sei immer aktiv und helfe dort, wo jemand gebraucht werde, sei es bei Sammlungen für die Caritas, beim Bibeltag für die Kinder oder beim Stehempfang für Firmlinge. Schaller organisiert unter anderem den Altennachmittag mit, ist Souffleuse beim Kolpingtheater oder kümmert sich um ältere Personen und deren Belange.
Gesicht zeigen für die Demokratie: Zum ersten Mal kürte die Stadt auch ein besonderes Projekt (Foto: Forster), und zwar „Inside Out“. Camilla Högl, Anton Mirwald, Christine Harnest, Claudia Holler-Müller, Meada Mounajed-Ries und Cornela Wutzer wurden für ihr Engagement geehrt. „Inside Out“ ist angelehnt an eine internationale Kunst-Aktion, bei der weltweit Menschen Gesicht zeigen für Demokratie und Toleranz. 473 Gesichter machten sich bis in den Herbst hinein an drei Fassaden des Herzogskastens und an der Stadtmauer für demokratische Grundwerte in der Gesellschaft stark. Die einzigartige Initiative habe für Aufsehen gesorgt. Der Stadtrat sei überzeugt gewesen, dass das einer Ehrung würdig ist, hieß es in der Laudatio.
