68-Jähriger kracht in Steinerne Brücke in Regensburg: Mann kommt auf freien Fuß

Von Philip Hell · 10. Dezember 2024 um 17:00

Dieser Unfall machte weit über Regensburg hinaus Schlagzeilen: Ende März 2023 krachte ein VW-Bus in die Brüstung der Steinernen Brücke. Seit Mitte November musste sich der Fahrer vor dem Landgericht verantworten. Nun ist das Urteil gefallen.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrer Anklage gefordert, dass der Mann in eine Psychiatrie eingewiesen wird. Der 68-Jährige leidet unter einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie. Der Unfall sei eine Folge der Erkrankung gewesen, so die Anklage. Der Mann fiel in der Vergangenheit mehrfach auf. Er bedrohte Nachbarn und warf mit Steinen nach Bauarbeitern. Am ersten Prozesstag räumte er die Vorwürfe vollumfänglich ein – gab aber an, sich an nicht viel erinnern zu können.

Spektakulärer Unfall in Regensburg: Mann bleibt auf freiem Fuß

Am Dienstag fiel das Urteil des Landgerichts Regensburg. Das bestätigte Sprecherin Ruth Koller. Ihr zufolge wurde die Unterbringung des 68-Jährigen in einer Psychiatrie angeordnet – allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Der Mann verließ den Gerichtssaal also auf freiem Fuß. Folgenlos bleibt der Brücken-Crash allerdings nicht, betont Sprecherin Koller: „Dem Beschuldigten wird die Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen jeder Art entzogen.“

Der Führerschein des Mannes wird eingezogen. Die Fahrerlaubnisbehörde darf dem 68-Jährigen darüber hinaus vor dem Ablauf von drei Monaten keine neue Fahrerlaubnis erteilen.

Mann kracht in Steinerne Brücke: Stadt stellt Reparatur in Rechnung

Damit ist das Strafverfahren gegen den 68-Jährigen zumindest vorläufig erledigt – der Unfall hat für den Mann auch noch zivilrechtliche Folgen. Die Reparatur der Brücke kostete die Stadt in etwa 60 000 Euro. Auch die soll der 68-Jährige bezahlen.