Nach Brand in Regensburger Kult-Lokal: Wie geht es im Hemingway’s weiter?

Und plötzlich verschwindet das eigene Lebenswerk hinter Rauchschwaden: Auch zwei Tage nach dem Brand in seinem Regensburger Restaurant ist Hemingway's-Besitzer Claudio Alexe noch immer schockiert. „In rund 20 Jahren in der Gastronomie habe ich so etwas noch nie erlebt.“
Als der Brand am frühen Samstagnachmittag ausbrach, war Alexe gerade im Bolero’s, seinem zweiten Lokal direkt gegenüber vom Hemingway's. „Ich habe sofort den Rauch gesehen.“ Er eilte über die Straße in sein zweites Restaurant. „Der Laden war voll. Ich habe geschaut, dass die Leute schnell rausgehen.“ Die Feuerwehr lobte den Wirt in einer Pressemitteilung am Samstagabend: Durch das „vorbildliche Verhalten“ des Pächters habe man schnell mit den Löscharbeiten beginnen können und zuvor nicht nach Personen im Restaurant suchen müssen.
Die MZ hat am Samstag mit einem Hemingway's-Gast gesprochen. Der berichtete davon, dass sich die Feuermeldung schlagartig im Restaurant verbreitet habe. Schnell, aber ohne große Aufregung, hätten die Leute das Lokal verlassen. Draußen sei die ganze Gasse voller Rauch gewesen. Seine Freunde und er hätten da noch nicht einmal gezahlt. Ein Mitarbeiter winkte allerdings ab: Das passe schon, sagte er zu der Besuchergruppe. Aus ein paar Metern Entfernung beobachteten die Gäste den Großeinsatz der Feuerwehr – so wie zahlreiche Schaulustige an dem belebten Samstagmittag.
Brand im Hemingway's in Regensburg: Wirt leicht verletzt
Wirt Claudio Alexe ging als Letzter aus dem Laden. Beim Versuch, den Brand in der Küche zu löschen, schlugen ihm die Flammen entgegen. Dabei verbrannte sich der Gastronom die Hände und das Gesicht ein wenig. „Es ist aber nicht so schlimm. Gott sei Dank ist niemandem etwas wirklich Schlimmes zugestoßen.“ Die Feuerwehr hatte am Samstag noch von zwei Leichtverletzten gesprochen.
Wie geht es nun mit dem Kultlokal in der Oberen Bachgasse weiter? Claudio Alexe betont: „Nur die Küche ist kaputt.“ Der Gastbereich habe nichts abbekommen. Der Gastronom steht nun im ständigen Kontakt mit den Versicherungen. Wie es konkret weitergeht, ist bislang noch offen, sagt Alexe. „Ich habe sowas ja noch nie erlebt.“ Der Wirt gibt sich aber kämpferisch: „Mein Ziel ist es, den Laden so schnell wie möglich zu sanieren.“